Rheinpfalz Zur Sache: Warum die Keschde so rar sind

Placeholder-Image

Dass die Kastanien in diesem Jahr so rar sind, hat nach Auskunft von Forstdirektor Michael Grünfelder mehrere Gründe. Die Kastanie habe 2016 eine „sehr ungünstige Witterungs-Konstellation“ vorgefunden, was zu einer „relativ geringen Fruktifizierung“ geführt habe. Die Kastanien blühten im Frühsommer und hätten in diesem Jahr eine „äußerst nasse Blütezeit“ erlebt, führt der Leiter des Forstamts Hinterweidenthal aus. In ihrer Blütezeit habe es auch noch den einen oder anderen Spätfrost gegeben. Zudem seien auch die Bienen nicht sehr fleißig beim Bestäuben gewesen. Der Fruchtansatz sei deshalb nicht mit dem vergangener Jahre zu vergleichen. Dass die Bienen weniger aktiv waren, führte auch, wie Imker bestätigen, zu einer recht geringen Ausbeute des beliebten Kastanienhonigs. Hinzu komme, wie der Förster weiter erläuterte, die große Trockenheit der vergangenen Wochen, die die Reifeentwicklung der Kastanien verlangsamt habe. „In den Bäumen hängen noch genügend Früchte“, hat er festgestellt. Aber die bräuchten „noch zwei, drei Wochen“ bis sie wie die sprichwörtlichen reifen Früchte zu Boden fielen. Auffällig sei ja auch, dass die Herbstfärbung nur ansatzweise eingesetzt habe. Dass derzeit wenige Kastanien gelesen werden können, habe auch noch einen anderen Grund: Die Sammler haben mit den Wildschweinen eine gefräßige Konkurrenz. „Und die haben ja die ganze Nacht Zeit, die gefallenen Früchte aufzufressen …“ Dass die Bäume in diesem Jahr weniger Früchte tragen, das habe auch Vorteile: In den letzten zehn Jahren hätten die Kastanien extrem gut getragen. „Deshalb ist eine Pause der Vitalität gerade älteren Bäume förderlich.“ |ran

x