Rheinpfalz Zur Sache: Nicht alle Grundschulen gesichert

Gute Chancen für die Wilgartswieser Grundschule sieht Verbandsbürgermeister Werner Kölsch, der am Dienstag die Prognosen für die Schülerzahlen der Grundschulen in der Verbandsgemeinde bekannt gab. Insgesamt sei in den kommenden fünf Jahren mit 62 oder 63 neuen Schülern in den Grundschulen in Hauenstein, Hinterweidenthal und Wilgartswiesen zu rechnen. Hauenstein wird sich von 39 neuen Schülern im kommenden Schuljahr auf 45 verbessern können. Hinterweidenthal fällt dagegen von zehn neuen Grundschülern 2018 auf sechs Schulanfänger 2023 ab. Wilgartswiesen wird sich bei 13 bis 16 Schulanfängern pro Jahr halten können. „Die Grundschule in Wilgartswiesen bleibt damit gesichert. Es fehlt nur noch das formelle Schreiben des Landes“, freute sich Kölsch. Aktuell gehen 179 Schüler in die Hauensteiner Grundschule, 44 nach Hinterweidenthal und 43 nach Wilgartswiesen. Dachsanierung Streit gab es wegen der geplanten Dachsanierung für die Wilgartswieser Grundschule. Um an Fördermittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0 zu kommen, hat Verbandsbürgermeister Kölsch die Sanierung beim Kreis mit Kosten von 170.000 Euro angemeldet. 147.000 Euro davon würden über Zuschüsse gedeckt. CDU-Fraktionschef Norbert Meyerer forderte vor der Zustimmung eine Klärung über die Eigentumsverhältnisse des Schulgebäudes, das immer noch im Besitz der Ortsgemeinde sei. Für den Fall einer Schließung der Schule hielte Meyerer eine Rückzahlung der Investitionen durch die Gemeinde für angebracht. Ortschef Jürgen Brödel verwies auf eine laufende Ermittlung der Zahlen zu dem Schulgebäude. Wenn diese vorlägen, könne über einen Vertrag geredet werden, der die Besitzverhältnisse klärt. Spielpark Teufelstisch Eine längere Diskussion gab es über den Zuschuss der Verbandsgemeinde für die Unterhaltskosten des Spielparks Teufelstisch an die Gemeinde Hinterweidenthal. CDU-Chef Meyerer forderte eine Aufstellung aller touristischen „Leuchttürme“ in der Verbandsgemeinde, zu denen er explizit auch das Spielgelände in Hinterweidenthal zählt. Beim ersten Zuschuss 2016 sei argumentiert worden, dass es nur ein einmaliger Zuschuss sei, und jetzt werde es zur Dauereinrichtung. Er warnte, dass es in der VG auch andere touristischen Leuchttürme gebe und Hauensteins Bürgermeister Bernhard Rödig kündigte gleich an, dass auch Hauenstein eine Zuwendung für das Schuhmuseum fordern werde. Was Herbert Schwarzmüller (FWG) in Rage brachte, der warnte, wenn Hauenstein „das Fass aufmache, aber dann zieht Euch warm an“. Für Beigeordneter Manfred Seibel steht außer Frage, dass der Spielpark Hinterweidenthal eine wichtige Einrichtung in der Verbandsgemeinde Hauenstein sei und unterstützt werden müsse. Die 6000 Euro, die 2016 geflossen sind, seien keine Riesensumme, die aber der Ortsgemeinde sehr helfe. Der Rat genehmigte letztlich den Zuschuss, will aber in der nächsten Hauptausschusssitzung eine Aufstellung aller touristischen Leuchttürme erstellen, die ebenfalls förderwürdig sein könnten. Sirenen Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag der Verwaltung, wonach alle 15 Sirenen in der VG erhalten werden sollen, auch wenn sie nur noch per Hand einzeln eingeschaltet werden könnten. „Das ist das einzige Mittel, das seit Jahrzehnten wirklich funktioniert“, argumentierte Andreas Wilde (SPD). Wie die Sirenen künftig ausgelöst werden können, soll entschieden werden, wenn die Kreisverwaltung ihr Konzept für die Sirenen im Kreis vorgestellt hat. Mountainbike-Park Verbandsbürgermeister Kölsch informierte den Rat über die Endrechnung zum Mountainbike-Park, der 307.000 Euro gekostet habe, wovon 242.000 Euro über einen Zuschuss gedeckt sind. Die VG Hauenstein müsse sich mit 8234 Euro beteiligen. Da bereits mehr Geld gezahlt worden sei, werde nun eine Rückerstattung fällig. Militärgelände Nicht akzeptabel ist für Kölsch die Antwort des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums zum Rückbau des Militärgeländes Langerkopf. Die VG fordere weiter einen rückstandslosen Rückbau und eine komplette Renaturierung. Deshalb habe er sich auch an das Biosphärenreservats-Komitee gewandt. Von dort habe er allerdings noch keine Rückmeldung. Kerosin Einmütigkeit im Verbandsgemeinderat herrschte bei der Resolution zum Ablassen von Kerosin von Flugzeugen über dem Pfälzerwald (wir berichteten). Der Rat votierte einstimmig für die Resolution.
