Rheinpfalz Hauenstein/Rinnthal: Planer geben Gas bei Ausbau der B10

Für den Ausbau der B 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein muss das Brückenbauwerk am Katharinenhof komplett erneuert und
Für den Ausbau der B 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein muss das Brückenbauwerk am Katharinenhof komplett erneuert und mit einer Wildbrücke ausgestattet werden.

Der Landesbetrieb Mobilität gibt Gas beim B-10-Ausbau. 2019 will der Kaiserslauterer LBM-Leiter Richard Lutz mit der Planung für den Abschnitt Hauenstein bis Rinnthal starten. Und der am teuersten angesehene Abschnitt, der Tunnel bei Annweiler, soll ohne raumplanerisches Verfahren gleich angegangen werden. „Wir prüfen, ob wir dort noch ein raumplanerisches Verfahren brauchen oder direkt in die Planung für die zweite Tunnelröhre einsteigen.“ Im kommenden Jahr will Lutz die Detailplanung für den Abschnitt Hinterweidenthal bis Hauenstein angehen.

Den ambitionierten Zeitplan verkündete Lutz in der Sitzung des Hauensteiner Verbandsgemeinderats am Dienstag. Der LBM-Leiter präsentierte dem Rat die drei Varianten für den Ausbau zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein (wir berichteten am 29. November). Lutz favorisiert hier die so genannte Bündelungstrasse, bei der ein Teil der Strecke auf der bestehenden B 10 verläuft inklusive des Abrisses des Gasthofs Frauenstein und dem Wohnhaus an der Wolfsdelle. Dann schwenkt die Fahrbahn nach Süden, um an der Felsnase wieder auf die bestehende B 10 zu treffen. „Diese Trasse halten wir für die Sinnvollste“, so Lutz. Die Kosten seien mit 61 Millionen Euro auch die geringsten. Der Ausbau auf der Bestandstrasse käme auf über 80 Millionen Euro und die Südtrasse auf 63 Millionen Euro. Der B-10-Abschnitt wird trotzdem der bisher teuerste. Der Abschnitt von Höheischweiler bis Fehrbach kostete 51 Millionen Euro inklusive des teuren Tunnels. Und von der Walmersbach bis Hinterweidenthal wird der Ausbau insgesamt 39 Millionen Euro kosten. Alle anderen B-10-Abschnitte waren günstiger.

Naturschutzgutachten für Arbeiten bei Felsnase

Im Rat favorisierten mehrere Mitglieder eine noch südlichere Variante, die erst nach der Felsnase auf die alte B 10 treffen würde. Lutz gab jedoch zu bedenken, dass dann die teure Planung für den dreistreifigen Ausbau an dieser Stelle obsolet wäre. Der Verbandsgemeinderat wird laut Bürgermeister Werner Kölsch bis spätestens Ende Januar eine Stellungnahme dazu an den LBM senden. Als nächste große Baustelle wird der dreistreifige Ausbau im Bereich der Felsnase kommen. Laut Lutz muss das Projekt noch mal öffentlich ausgelegt werden, da ein umfangreiches Naturschutzgutachten nötig gewesen sei. Auf Baurecht hofft der LBM-Chef frühestens Anfang 2019. Bis die Bagger den Fels anknabbern, werde es 2021 werden. Für den dreispurigen Ausbau wird das Felsmassiv oben abgeflacht, um eine Richtungsfahrbahn dorthin zu verlegen. Als Zeitplan für den Ausbau zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein schätzt Lutz, dass das Bundesverkehrsministerium im kommenden Frühjahr entscheidet, welche Variante realisiert wird. Dann könne die Detailplanung beginnen, die etwa zwei Jahre dauere und noch mal ein Jahr für die Genehmigung durch das Bundesverkehrsministerium. Für das anschließende Planfeststellungsverfahren wollte Lutz keine zeitliche Prognose abgeben. Die Bauzeit für den Abschnitt schätzt er auf fünf bis sieben Jahre, je nach Variante.

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