Rheinpfalz Zur Sache: Islamischer Religionsunterricht im Land

Schon seit über zehn Jahren werden rheinland-pfälzische Schüler in islamischer Religionskunde unterrichtet. Laut dem Mainzer Bildungsministerium handelt es sich dabei um eine „modellhafte Erprobung“. Das Projekt startete im Jahr 2004 an der Grundschule Ludwigshafen-Pfingstweide. Dort wird mit lokalen muslimischen Ansprechpartnern kooperiert. Mittlerweile sind weitere Schulen hinzugekommen, nicht nur in Ludwigshafen, sondern auch in Mainz und Worms, beziehungsweise Alzey. Dem Bildungsministerium zufolge nehmen im aktuellen Schuljahr 767 Grundschüler am islamischen Religionsunterricht teil. Dafür sind sechs Lehrkräfte im Staatsdienst zuständig. In der Sekundarstufe I wird Islamischer Religionsunterricht, kurz IRU, in Ludwigshafen an zwei Realschulen plus, zwei integrierten Gesamtschulen sowie drei Gymnasien erteilt. Acht staatliche Lehrer unterrichten aktuell 918 islamische Schüler. Im Integrationsausschuss sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) Anfang September, dass der Unterricht an allen Standorten ordentliches Unterrichtsfach sei. Das bedeutet, er ist versetzungsrelevant. Die Unterrichtssprache ist Deutsch. Es existieren staatliche Lehrpläne über die es Einvernehmen mit den muslimischen Ansprechpartnern gebe, sagte Hubig weiter. Das Land halte bis auf Weiteres am IRU in Form der modellhaften Erprobung fest. Bei Bedarf könne er noch ausgeweitet werden, so die Bildungsministerin. |gana