Rheinpfalz Zur Sache: Immer weniger Metzger

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Der Blick in die Statistik der Kreishandwerkerschaft für die Fleischer-Innung Westpfalz (Pirmasens, Landkreis, Zweibrücken) zeigt: Nur ein Metzger-Lehrling im dritten Jahr geht in diesem Sommer in die Prüfung; im zweiten Lehrjahr sind es hingegen vier Auszubildende und im ersten Lehrjahr fünf. Bei den Fachverkäufern stehen sechs Azubis im dritten Lehrjahr und damit vor der Prüfung, 17 sind es im zweiten und 13 im ersten Lehrjahr. Vor 25 Jahren sah das noch anders aus: Damals, wusste der frühere Innungs-Obermeister Bernd Hoffmann zu berichten, hätten jährlich allein zehn bis zwölf Metzger-Lehrlinge ihre Prüfung abgelegt. Gründe für den Schwund gibt es mehrere. Zum einen hat dieser Beruf an Attraktivität eingebüßt – ähnlich wie andere Handwerksberufe, etwa der des Bäckers; es gibt weniger junge Menschen und die streben meist eine schulische Weiterbildung an. Zum anderen gibt es weniger ausbildende Betriebe: Verzeichnete die Innung 1999 noch 42 Meister-Betriebe für Pirmasens und den Landkreis Südwestpfalz, so sind es heute nur noch 18 in der Südwestpfalz inklusive Zweibrücken. Nicht jeder mag freilich der Innung beitreten – obwohl die Mitgliedschaft Vorteile bringe, so der amtierende Obermeister Christian König. Beispielsweise Beratung und Information, etwa bei lebensmittelrechtlichen oder anderen rechtlichen Fragen. Auch die Vergabe des „F“-Zeichens für „Fleischerfachgeschäft“ im Auftrag des Deutschen Fleischerverbandes, das nur handwerkliche und von einem Meister geführte Betriebe erhalten, überwacht die Innung. (tre)

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