Rheinpfalz Zur Sache: Das Wasserwerk Thaleischweiler-Fröschen

Einen Euro pro Kubikmeter Wasser zahlen die Bürger im Bereich der Werke Thaleischweiler-Wallhalben, die nicht über den Wasserzweckverband Schwarzbachtal/Sickingerhöhe mit Trinkwasser versorgt werden. Das sind bis auf die Gemeinden Maßweiler und Reifenberg, die zum Zweckverband gehören, alle Gemeinden der früheren Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen. Sie bekommen ihr Wasser entweder aus Thaleischweiler-Fröschen oder von den Stadtwerken Pirmasens. Die Trinkwassergebühr bleibt gleich, der wiederkehrende Beitrag soll um einen Cent auf zehn Cent steigen. Diese Erhöhung um einen Cent ist auch in den nächsten Jahren vorgesehen, um eine große Investition zu stemmen: die Ringlösungen bei der Trinkwasserversorgung. Damit sollen alle Orte der neuen Verbandsgemeinde und einige Nachbardörfer aus der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben mit Trinkwasser versorgt werden. „Dass dies dringend notwendig ist, hat sich im Dezember bestätigt“, schilderte Werkleiter Joachim Becker die brenzlige Situation, als im Wasserwerk Wiesenstraße in Thaleischweiler-Fröschen eine Pumpe ausfiel. Pech sei gewesen, dass die Werke gerade dabei seien, den Wasserhochbehälter Lenspach zu sanieren, weshalb dort aktuell nur eine Wasserkammer zur Verfügung steht. Die Wasservorräte gingen nach dem Pumpenausfall deutlich zur Neige. Die Trinkwasserversorgung in Thaleischweiler-Fröschen konnte nur aufrecht erhalten werden, weil Feuerwehrautos Wasser aus Höheinöd holten und nach Thaleischweiler-Fröschen transportierten. Laut Becker wurden die Löschwassertanks vorher desinfiziert. Der Einsatz sei mit dem Gesundheitsamt abgesprochen gewesen. Eine Ersatzpumpe sei vor Ort gewesen und konnte eingebaut werden. Solche Aktionen sind mit der Ringleitung nicht mehr notwendig: Treten an einer Stelle Probleme auf, kann das Wasser in die andere Richtung gepumpt werden und kommt dann eben von dort. Bedauerlich sei, dass die geplante Maßnahme nicht komplett genehmigt worden sei. Jetzt stelle es sich so dar, dass Maßnahme für Maßnahme genehmigt werde. Bislang gibt es vier geplante Leitungen: von der Erlenmühle nach Saalstadt, von Schauerberg nach Höheinöd, von Weselberg nach Hermersberg und von Thaleischweiler-Fröschen nach Höhfröschen. Fünf Fotovoltaikanlagen sind in der früheren Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen ein eigener Betriebszweig der Werke. Hier wird 2017 bei den fünf Anlagen mit einem Gewinn von 16.200 Euro gerechnet – mehr als ursprünglich berechnet, sagte Becker. |add/bfl