Rheinpfalz Zur Sache: 16 alte und 13 neue Flächen

Die bereits ausgewiesene Kernzone des Pfälzerwaldes stellt kein zusammenhängendes Gebiet dar, sondern verteilt sich auf 16 verstreute Flächen. Mit rund 2400 Hektar umfasst das Quellgebiet der Wieslauter zwischen Hinterweidenthal und Hermersbergerhof das mit Abstand größte geschlossene Areal. Die „Haidbrunnen“ getaufte Teilfläche bei Waldleiningen stellt mit vier Hektar die kleinste Teilfläche dar. Die Kernzone wird von einer „Pflegezone“ umgeben, die nachteilige Einflüsse abpuffern soll. Nach dem gestern vorgestellten Konzept sollen 13 weitere Flächen dazu kommen, mit denen die geforderte Kernzonen-Größe von drei Prozent – das entspricht im Pfälzerwald 5355 Hektar – erreicht würde. Unter den vorgesehenen Erweiterungsflächen finden sich sechs Gebiete, an denen bisher keine Kernzone ausgewiesen war, und sieben Areale, die bestehende Kernzonen erweitern oder miteinander verbinden. Größte neue Kernzonen-Teilfläche würde danach mit 366 Hektar das nach dem Naturdenkmal „Teufelsleiter“ benannte Gebiet nordwestlich von Frankenstein werden. Auf Drängen der Naturschutzverbände soll im Bereich der bei Ruppertsweiler (Südwestpfalz) über die Bundesstraße 10 führenden Grünbrücke eine 137 Hektar große Kernzonen-Teilfläche mit der Bezeichnung „Schnepfenberg“ ausgewiesen werden. Fast alle jetzt neu als Kernzone vorgesehenen Flächen befinden sich in Landeseigentum („Staatswald“). Lediglich die Stadt Kaiserslautern stellt 8,5 Hektar zur Verfügung, mit der im Bereich des Humbergs zwei bestehende Kernzonen-Gebiete miteinander verbunden werden. |jüm