Eisenberg zum Geburtstag: Bernhard Heise wird heute 70 Jahre

«Eisenberg.» Der Name Bernhard Heise ist in Eisenberg eng verknüpft mit der Gießerei Gienanth, der SPD und der Gewerkschaftsarbeit. Der Kommunalpolitiker und frühere Gienanth-Betriebsratsvorsitzende feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Aufgewachsen in Ludwigshafen, fing Heise nach einer Schlosserlehre bei der Halberghütte als Schlosser an. Nach der Betriebsschließung 1988 wechselte er 1989 zu Gienanth. Bereits 1990 wählte ihn die Belegschaft zum Betriebsratsvorsitzenden. Bis zu seinem Ruhestand 2013 wurde er stets in dieser Rolle bestätigt. Ein bis heute wirkender Erfolg ist das 1996 mit der Geschäftsführung ausgehandelte Bündnis für Arbeit, das erst Gegenwind von der IG Metall bekam, aber später von vielen anderen Betrieben übernommen wurde. „Wir müssen Wege finden, wie die Rechte der Arbeitnehmer auch unter den veränderten Bedingungen der Globalisierung gewahrt werden“, sagte Heise. Dem Aufsichtsrat der Gienanth-Group gehörte er bis 2014 24 Jahre als Arbeitnehmervertreter an. Ein großes Anliegen ist ihm immer noch das Projekt Quarzfeinstaub des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes. Hier hat sich Heise für die Arbeitnehmer eingesetzt. Auch als Vorsitzender des DGB-Ortskartells und im Donnersbergkreis tut er das. Als Kommunalpolitiker ist Heise ebenfalls rege. SPD-Mitglied seit 1980, Mitglied des Stadtrats seit 1999, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und Mitglied mehrerer Ausschüsse: Immer vertritt er seine Meinung und wäscht den politischen Kontrahenten ebenso den Kopf wie den Genossen. Für sein kommunalpolitisches Engagement wurde Heise gerade mit dem goldenen Ehrenring der Stadt Eisenberg ausgezeichnet. Bereits 2014 erhielt er von Kurt Beck die Ehrenmedaille der Landes-SPD. Im Bundesverband der Asbestose Selbsthilfegruppen ist er stellvertretender Vorsitzender und initiierte 2017 die Gründung eines Asbestose Landesverbandes Rheinland-Saarland, dem er seit Mai 2017 vorsteht. Heise wird sich auch künftig für die Belange die Arbeitnehmer einsetzen. Rückblickend passt die von ihm beim Neujahrsempfang zitierte Hausinschrift auf den Jubilar: „Ich hatt’mir vorgenommen/aufrecht durch die Welt zu kommen/Es wollte doch nicht glücken; Ich musst’ mich oftmals bücken.“