Rheinpfalz Zukunft der Kerwe auf dem Prüfstand

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Die Kerwe in Waldfischbach-Burgalben findet am Wochenende statt, inklusive Spielfest am Sonntag. Entgegen Gerüchten, die verbreitet worden waren, dass die Kerwe abgesagt worden sei. „Es war nie ein Thema, dass die Kerwe nicht stattfindet. Es ist uns jetzt sogar gelungen, fünf Schausteller für den Kerwebetrieb zu gewinnen“, trat der für die Organisation der Kerwe verantwortliche erste Beigeordnete Roland Schumm falschen Aussagen zu einer Kerwe-Absage entgegen.

Unter anderem werden am Wochenende ein Autoscooter, Kinderfahrgeschäfte und ein Süßwarenstand auf dem Kerweplatz in den Bruchwiesen zu finden sein. „Das sind sogar mehr Schausteller als im vergangenen Jahr“, erläutert Schumm. Ohne dass die Gemeinde, wie in vielen anderen Kommunen, den Schaustellern eine Prämie zahlen müsse, damit diese kommen. „Das wäre bei unserer Haushaltslage auch nicht möglich“, sagt Schumm. Am Sonntag findet in den Bruchwiesen – direkt angrenzend an den Kerweplatz – das beliebte Spielfest des SV Burgalben statt (11 bis 17 Uhr). 15 teilnehmende Vereine und Institutionen beteiligen sich daran und ermöglichen den Kindern, im Abenteuer-Spielparcours Kisten meterhoch zu stapeln, die ruhige Hand beim Schießen mit dem Lasergewehr zu testen oder turnerisch und tänzerisch aktiv zu werden. Für die Kinder wird am Kerwewochenende was geboten. Mit dem Thema Kerwe, der Bedeutung dieses Festes für die Ortsgemeinde, gelte es sich in Zukunft intensiver und vor allem offen, ehrlich und ohne Sentimentalitäten zu beschäftigen, betonte Schumm. Es seien erhebliche Anstrengungen notwendig gewesen, um noch einen Kerwebetrieb zu organisieren. Dies sei auch der Tatsache geschuldet, dass viele Bürger der Kerwe schlicht nicht mehr die Bedeutung vergangener Jahre zumessen. Das habe er bereits gemerkt, als er Ende 2016 die Verantwortung für diesen Bereich übernommen habe. Diese Entwicklung habe sich fortgesetzt, skizzierte der Beigeordnete, der sich die Zahlen zur Kerwe seit dem Jahr 2001 näher angeschaut hat. Was die Teilnahme anbelangt, hat er einen klar erkennbaren Trend ausgemacht: rückläufig. Auch 2018 sei es schwierig gewesen, die Kerwe zu organisieren. So habe er Anfang März alle interessierten Vereine, Bürger und Gewerbetreibende eingeladen, um die Zukunft der Kerwe zu besprechen, gemeinsam zu überlegen, wie diese attraktiver gestaltet werden kann, und Ideen zu sammeln. Die Resonanz war absolut bescheiden. „Zwei Personen waren anwesend“, erinnert Schumm. Als die Resonanz im Mai, als erneut zu einem Treffen eingeladen war, immer noch nicht größer war, habe dennoch keine Kerwe-Absage zur Disposition gestanden. Im Rahmen des Möglichen, der jetzt erreicht wurde – an einer Bewirtung auf dem Festplatz über die Kerwetage hatte kein Verein Interesse bekundet – sollte die Kerwe stattfinden. Aber für Schumm steht fest, dass es so auf Dauer nicht funktionieren wird. Hilfreicher, als Gerüchte in die Welt zu setzen, dass die Kerwe abgesagt sei, wäre es, wenn konstruktive Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung des Festes kämen und die Bereitschaft da sei, um sich ehrlich mit der Zukunft der Kerwe auseinanderzusetzen.

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