Eisenberg Wortwechsel: „Gelungen und mit realistischen Zielen“

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Eine dual-ähnliche Erzieherausbildung könnte ein Weg sein, die Ausbildung der Erzieher attraktiver zu gestalten. In der Diskussion, in der dieses Thema eine wesentliche Rolle spielte, wurden aber auch Probleme dieses Modells herausgestrichen. Rita Beck (Grüne) warb zwar dafür, den dualen Weg für die Erzieherausbildung zu öffnen, sah aber ein Problem darin, dass die angehenden Erzieherinnen in dieser Ausbildungsvariante mit einer vollen Stelle in einer Einrichtung geführt würden, aber nur die Hälfte der Zeit auch verfügbar seien. Das wäre von Nachteil für die Einrichtungen. Andererseits gehe die Bezahlung nicht ohne Anstellung. Gleichwohl könne das Modell eine Chance sein, wenn sich die Frage der Finanzierung klären lässt. Bislang brächen Erzieherinnen häufig ihre Ausbildung ab, wenn sie erst an deren Ende mit der beruflichen Praxis konfrontiert würden. „Alle Erzieher sind froh, wenn wieder Nachwuchs kommt und der Beruf Aufwertung erfährt“, sagte Claudia Manz-Knoll von der SPD-Fraktion, selbst Kita-Leiterin in Gundersweiler. Gerade in Zeiten, in denen Kitas an ihrer Leistungsgrenze angelangt seien und bei der Kleinkinderbetreuung Kontinuität bei den Fachkräften geboten sei, sähe sie bei den Auswirkungen dieses Modells auf den Personalschlüssel „die Qualität flöten gehen“. Christa Mayer (SPD), Leiterin der IGS Eisenberg, stellte den Antrag, bei der Prüfung des Themas Kita-Leiterinnen einzubinden, „damit wir auch die Praxisseite drinhaben“. Einzelne Personengruppen in die Vorlage hineinzuschreiben, befand indes Rudolf Jacob (CDU) nicht gut, „wir sollten der Verwaltung vertrauen, dass sie dafür die richtigen auswählt“, meinte er. Landrat Werner sicherte jedoch von sich aus zu, die Kita-Leitungen zu berücksichtigen. Jacob fand, dieser Ausbildungsweg könne eine „attraktive Nische“ sein und auch Interessierte aus weiterem Umkreis anziehen. Zur Situation in der Berufsschule wünschte sich Jacob mehr Wahlfreiheit, Mayer regte an, beispielsweise bei Banken darauf hinzuwirken, Ausbildungsverhältnisse nicht nur am Stammsitz zu begründen und auch den ÖPNV im Auge zu behalten: Nach wie vor sei es schwierig, von Eisenberg in den Westkreis zu kommen. Manfred Schäfer sah zudem die Notwendigkeit, das Interesse an Handwerksberufen zu stärken, so dass auch wieder mehr Lehrlinge in die Berufsschule kämen. Für die Inklusion sei das Förderzentrum hilfreich, die dezentrale Organisation sinnvoll. Das Thema stelle eine große Herausforderung dar, wenn man versuche allen Kinder gerecht werden zu wollen, so Mayer, die insbesondere sozial und emotional beeinträchtigte Kinder nannte. „Alles in allem ist der Schulentwicklungsplan gelungen und setzt realistische Ziele“, so Mayers Einschätzung. Beim Punkt „Inklusion“ brachte Ulrich Kolb (FWG) eine Gruppe ins Gespräch, von der bislang nicht die Rede war: Ob die Förderzentren auch beim Umgang mit Hochbegabten helfen könnten, wollte er wissen. Das wurde von Jürgen Schlösser, der das Konzept mit Michael Schuhen und Susanne Schürkmann erarbeitet hatte, verneint, dafür seien die Förderzentren nicht zuständig und nicht ausgebildet. |bke

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