Rheinpfalz Wo ist das Wasser geblieben?

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Nachdem die Wasserzufuhr für den Friedhof ausfiel, braucht Albessen eine neue Wasserleitung. Über die Ursache des Ausfalls der rund 100 Jahre alten Leitung wird spekuliert. Genaues weiß man allerdings nicht. Was an Kosten auf die Gemeinde zukommt, ist ebenfalls unklar.

Noch im Herbst soll die neue Leitung verlegt werden. Sie soll den Dorfweiher und die Zapfstelle am Friedhof versorgen, nachdem seit Frühjahr das Wasser dort fast versiegt war. Die Störung sei nach dem Winter bemerkt worden, als das Wasser in Richtung Friedhof wieder aufgedreht worden sei, berichtet Ortsbürgermeisterin Traute Bortscher. „Auf einmal lief nichts mehr zum Friedhof“, schildert sie der RHEINPFALZ. Zur Überbrückung habe die Feuerwehr dort Wasser-Bassins aufgestellt, damit Besucher die Gräber gießen konnten. Doch auch der Zulauf in den Dorfweiher hat laut Bortscher seit Frühjahr stark abgenommen. Im Ort kursieren Gerüchte, wonach ein Bürger die Leitung möglicherweise versehentlich „anzapft“ und mit dem Wasser einen Teich füllt. Diese Vermutungen, über die die RHEINPFALZ anonym informiert worden war, weisen auf einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Anlage eines privaten Teiches und dem Versiegen des Wassers am Friedhof und am Dorfweiher hin. „Wir können die Ursache nicht aufklären“, betont dazu die Ortsbürgermeisterin. Nach ihren Worten wird der Weiher, ein ehemaliger Brandteich, von einer alten Wasserleitung versorgt. Quelle sowie Wasserschächte lägen auf Gemeindegrundstücken im Wald. Teilweise seien die Rohre noch aus den 1920er Jahren, manche sogar noch aus Holz. Durch einen Schieber lasse sich das Wasser auch in Richtung Friedhof leiten. Bis zum vergangenen Jahr ist die dortige Zapfstelle laut Bortscher so bedient worden. Die Leitung, die zum Teil durch ein Privatgrundstück führe, sei jetzt wohl beschädigt, meint Bortscher. Der Grundstückseigentümer versicherte auf Anfrage der RHEINPFALZ, mit dem plötzlichen Wassermangel am Friedhof und am Dorfweiher nichts zu tun zu haben. Er zeigte sich überrascht über derartige Gerüchte. Von offizieller Seite sei niemand an ihn herangetreten. Nach Angaben der Kreisverwaltung befindet sich auf dem Privatgrundstück eine „natürliche Quelle“, aus der Wasser sprudle. Der Eigentümer habe zum Ableiten dieses Wassers die Genehmigung der Kreisverwaltung für einen Versickerungsteich. „Aus unserer Sicht ist alles rechtens“, stellte Kreissprecher Ralf Rohe klar. Die Suche nach der Ursache des plötzlichen Wassermangels an Friedhof und Dorfweiher wäre laut Bortscher womöglich teuer gekommen. Daher habe der Rat beschlossen, eine neue, etwa 900 Meter lange Leitung auf Grundstücken der Gemeinde zu legen. Um Geld zu sparen, sollen die Gräben in Eigenleistung ausgehoben werden, sagte die Ortsbürgermeisterin. Vorsichtig kalkulierte sie auf Anfrage der RHEINPFALZ rund 6000 Euro; die Kuseler Stadtwerke sind nach Angaben ihres Geschäftsführers Friedrich Beck in das Projekt mit einbezogen. (suca)

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