Rheinpfalz WM-MAGAZIN: Weitsprung: Rutherford macht Triple perfekt

Am meisten wunderte man sich gestern, woher denn die drei chinesischen Weitspringer im Finale kamen. Diese Wucht war vor zwei, drei Jahren der Welt nicht bekannt. Es sind ja auch junge Leute, die Chinesen, 18, 20 und 21 Jahre alt. Am Ende belegten sie die Plätze drei, vier und fünf. Wang Jianan sprang mit 8,18 Meter auf den Bronzerang, erst sehr spät verdrängt vom Franzosen Fabrice Lapierre (32), der mit 8,20 und 8,24 Meter in den Versuchen fünf und sechs vorbeizog. Vorne weg der Olympiasieger und Europameister souverän: Greg Rutherford (28) ließ nur zwei Versuche messen, aber beide hätten beziehungsweise haben zum Sieg gereicht: 8,29 im zweiten Versuch, 8,41 Meter im vierten Versuch, danach sprang er siegesgewiss nicht mehr weiter. Jetzt hat er das Triple in der Tasche. „Ich habe von diesem Tag vor langer Zeit geträumt, jetzt ist er da. Könnt ihr euch das vorstellen? Gold mit vier Versuchen.“ (ku) Usain Bolt hat das Halbfinale über 200 Meter erreicht. Der Jamaikaner ließ es in seinem Vorlauf gemächlich angehen, lief den Sieg locker nach Hause. Die Zeit von 20,28 Sekunden ist über eine Sekunde langsamer als sein Weltrekord und 27 Hundertstel langsamer als die Zeit des Vorlaufschnellsten, des Türken Ramil Guliyev. „Es hat ausgereicht, aber ich mache mir gerade ein wenig Sorgen über meine Fitness“, sagte Bolt: „Ich muss über die 200 Meter hart arbeiten, um zu gewinnen. Sie bedeuten mir sehr viel.“ (ku)