Rheinpfalz „Wir sind hier nicht im Häkelkurs“

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„Gewalttäter suchen Opfer, keine Gegner“ lautet das Motto von Markus Jüllig, dem Street-Fighting-System-Chief-Instructor, wie er sich selbst nennt. In diesem Monat noch will er in Waldfischbach-Burgalben eine Schule für Kampfkunst eröffnet. Er hat bereits ein Buch über Selbstverteidigungstechniken herausgebracht.

Bereits mit sechs Jahren begann Markus Jüllig mit Kampfkunst, damals noch in seinem Heimatdorf Überherrn bei Saarlouis. „Ich war Bruce-Lee-Fan und wollte deshalb auch Kampfkünstler werden“, begründet Jüllig seine Motivation. Mittlerweile ist er schon seit 40 Jahren dabei und will nun seine zweite Schule eröffnen, im Dynamic Club in Burgalben. „Die andere Schule ist in Homburg, sie heißt ,Ki-Gym’ und ich betreibe sie zusammen mit einem Kollegen. Aber da ich in Heltersberg wohne, bot sich Waldfischbach-Burgalben als Standort eben auch sehr gut an“, sagt der 45-Jährige. Den Raum habe er gemietet und seine Kurse finden zweimal in der Woche statt, donnerstags und freitags. Seine Kampfkunst richte sich sowohl an Frauen als auch an Männer, wobei gerade die weiblichen Teilnehmer viel lernen könnten. „Frauen haben in der Regel weniger Kraft als Männer, müssen sich aber im Falle eines Übergriffs trotzdem verteidigen können. Daher lehre ich einfache, logische Techniken, die keinen großen Kraftaufwand erfordern“, beschreibt der Chief-Instructor sein Programm. Am Samstag und Sonntag, 14. und 15. März, findet in seiner Kampfkunstschule in Burgalben ein Einführungsseminar statt, bei dem er einen ersten Einblick gewährt. Jüllig hat sich auf die Verteidigung auf offener Straße spezialisiert: „Auf der Straße gibt es keine Regeln. Ich zeige Techniken ohne viel Schnickschnack, und mein Training ist hart. Wir sind hier schließlich nicht im Häkelkurs“, sagt der Kampfkünstler. Seine Erfahrungen als ehemaliger Security-Mitarbeiter lasse er ebenso in sein Programm einfließen wie Elemente des Thaiboxens. Neben seiner Kampfkunstschule betreibt Jüllig eine Firma für Trockenbau und Haussystemtechnik. Außerdem hat der zweifache Familienvater ein Buch mit dem Titel „Street Fighting System. Secrets of the real Streetfight – Gewalttäter suchen Opfer, keine Gegner“ herausgebracht. Darin erläutert er seine „effektive und praxisnahe“ Selbstverteidigungstechnik. „Im Gegensatz zur Fachliteratur, die sich nur auf eine bestimmte Kampfkunst beschränkt, bedient sich das Street Fighting System der am meisten erfolgversprechenden und straßentauglichen Techniken“, beschreibt der Heltersberger die im Buch verwendete Vorgehensweise. In seinem Werk werde dem Leser nahegelegt, dass es wichtig sei, in die Offensive zu gehen, um Schlimmeres zu verhindern. „Im offenen Straßenkampf ist Angriff die beste Verteidigung“, erklärt Jüllig und fügt hinzu: „Mit dem Street Fighting System sind Sie in der Lage, einen Kampf zu dominieren.“ Ein eigenes Kapitel über eine spezielle Selbstverteidigungstechnik für Frauen sowie ein Kapitel zum Thema Zivilcourage seien ebenfalls Bestandteil seines Werks. Ursprünglich sollte gar kein Buch entstehen: „Ich wollte eigentlich nur ein Informationsblatt herausgeben, aber ich fand, damit können die Leute nicht viel anfangen, es enthält nicht genügend Informationen. Also habe ich ein Buch geschrieben.“ Mittlerweile wurde es nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Großbritannien und Kanada veröffentlicht. Zusätzlich gibt es einen Kurzfilm zum Thema. Dieser kann unter www.streetfighting-system.com angesehen werden. Das Buch von Markus Jüllig ist im „BoD – Books on Demand Verlag“ erschienen und ist unter der ISBN 9783734763878 für 17,80 Euro erhältlich.

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