Rheinpfalz „Wir leben in Ramallah sicher“

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„Palästinenser und Israelis – beide Völker haben ein Recht, in Ramallah zu leben. Das wird eines Tages Realität sein, auch wenn es eine Lösung in nächster Zeit nicht geben wird.“ Davon ist Imad Haddad, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Ramallah im Westjordanland, überzeugt.

Auf Einladung von Wolfgang Wittrock, Regionalbeauftragter des Jerusalemsvereins, informierte der 39-jährige Theologe am Wochenende im protestantischen Gemeindezentrum der Friedenskirche in Kaiserslautern über die Situation der Christen in seiner Heimat. Haddad beschrieb seine 500 Christen zählende Gemeinde dabei als „eine Minderheit in der Minderheit“. 20 Prozent der Bevölkerung im Westjordanland seien Christen, den größten Anteil würden die Orthodoxen stellen, gefolgt von Katholiken, Anglikanern und Lutheranern. Ramallah, das Zentrum des palästinensischen Autonomiegebietes mit annähernd 70.000 Menschen, wachse schnell. „Wir leben in Ramallah im Westjordanland sicher “, sagte der Pfarrer im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Auch wenn es nicht immer einfach sei, unter israelischer Besatzung hinter Mauern zu leben. „Ganz zu schweigen, die Hauptstadt Ostjerusalem eines angedachten Palästinenserstaates zu besuchen.“ Die politische Situation zwischen Israelis und Palästinensern erschwere das Leben der Menschen in Ramallah. „Autonomie auf dem Papier ist keine.“ Was Christen sehr treffe, sei das Verbot, Gottesdienste in Jerusalem zu besuchen. Weiter beanstandete er die vielen Kontrollpunkte sowie die Wasserhoheit der Israelis im Autonomiegebiet. Der Beitrag der Gemeinde von Pfarrer Haddad „für eine bessere Zukunft“ sei eine Gesamtschule, die von 450 Schülern von der Grundschule bis zum Abitur besucht wird. Der „Schule der Hoffnung“ seien alle Kinder willkommen. Der Gemeinde liege Bildung am Herzen, sagte Haddad. Bildung trage zur Vernunft und zum Frieden bei.

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