Rheinpfalz Wintershall legt Geophone aus
Die Wintershall GmbH lässt ab Montag Tausende von Geophonen auslegen. Eine Woche später starten seismische Messungen in Landau und Umgebung. Die BASF-Tochter will ein dreidimensionales Bild des Untergrunds gewinnen, um ihre Erdöl-Lagerstätte im Feld Landau besser nutzen zu können.
Mithilfe der seismischen Messungen möchte Wintershall die Lagerstätte neu erkunden und das weitere Erdölpotenzial besser abschätzen. Auf Basis der Daten können neue Bohrungen optimal platziert werden. Die kabellosen Geophone sind Mikrofone, die von den Rüttelfahrzeugen ausgesandte Schallwellen auffangen. Sie werden im 25-Meter-Abstand in geraden Linien in die Erde gesteckt. Die Linien sind 100 bis 200 Meter voneinander entfernt. Nach Angaben von Wintershall-Pressesprecher Mark Krümpel hat das Unternehmen mit den betroffenen Gemeinden Gestattungsverträge abgeschlossen, um deren Wege und Flächen nutzen zu dürfen; außerdem hat es bei privaten Grundstücksbesitzern und Pächtern die Genehmigung eingeholt, auf deren Grundstücken Geophone auslegen zu dürfen. Diese bleiben vier Wochen vor Ort. Das Bergamt Mainz hat die seismischen Messungen genehmigt. Ab Montag, 16. Januar, werden dann die Rüttelfahrzeuge rollen, um die Vibrationen zu erzeugen. Aus der Laufzeit des Impulses und der Art und Stärke der Reflexion lassen sich Aufschlüsse über den geologischen Aufbau des Untergrundes gewinnen. Die Messungen werden von Norden nach Süden durchgeführt – los geht es in der Verbandsgemeinde Edenkoben. Im Auftrag der Wintershall übernimmt dies die Messfirma DMT, ein Tochterunternehmen des TÜV Nord. Vor Beginn des Rüttelns gibt es Kamerafahrten im Untersuchungsgebiet, um den Zustand von Gebäuden, Straßen und Wegen zu dokumentieren. So wären Schäden, die das Unternehmen für sehr unwahrscheinlich hält, gut beweisbar. Falls wirklich etwas passieren sollte, würden Schäden anstandslos reguliert, versichert der Unternehmenssprecher. Anwohner und Bürgermeister werden einige Tage vor der jeweiligen Messung in ihren Ortsgemeinden informiert. Info Der Messfortschritt wird im Internet auf www.wintershall.de/seismik-landau dokumentiert. |boe