Rheinpfalz „Windräder lohnen sich“

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„Die drei neu errichteten Windräder bei Hermersberg lohnen sich. Dafür kann man letztendlich die optischen und akustischen Beeinträchtigungen in Kauf nehmen“, sagte der wiedergewählte Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Hermersberg, Jochen Werle, bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Juner. Auch die weiteren Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Die drei Energieprojekte der Verbandsgemeinde – Biogasanlage Höheinöd, Strohheizkraftwerk Hermersberg, Hackschnitzelheizung Steinalben – dagegen würden mit „wenig ökologisch und ökonomischem Erfolg“ betrieben. So müssten allein Heltersberg und Waldfischbach-Burgalben pro Jahr je 150.000 Euro für die eingefahrenen Verluste aufbringen. Selbst bei einem Verbrauchspreis von 18 Cent pro Kilowattstunde (derzeit bezahlen die angeschlossenen Haushalte netto 5,75 Cent) ginge die Rechnung gerade einmal Null auf Null auf. Bei dem teilweisen Verkauf der Gaststätte im Wasserhaus bei Hermersberg, das der Verbandsgemeinde gehört, zeichne sich eine „erfolgversprechende Lösung“ ab, sagte Werle. Werle sprach im Rückblick von „ruhiger Arbeit“ sowohl in der Gemeinderatsfraktion, als auch in der Zusammenarbeit mit den derzeit 20 Mitgliedern. Gut besucht seien die Veranstaltungen, etwa das eigene Grillfest und der Neujahrsempfang. Im Zusammenhang mit dem Müllkalender, der in Kooperation mit dem SPD-Ortsverband Höheinöd und der Kreistagsfraktion aufgelegt wurde, sagte Thomas Warth, dass „wir das Original gemacht haben und die Kreisverwaltung von uns gelernt hat“. Mittlerweile verteile auch der Landkreis jährlich Müllkalender mit farblich gekennzeichneten Abfuhrterminen. Im Ort selbst trage man die Antragstellung als Schwerpunktgemeinde mit, da nur dadurch für die seit langem geplante Dorferneuerung Zuschüsse erwartet werden könnten. Einen weiteren Vorteil sieht Werle in der darin eingeschlossenen Dorfmoderation. Dort habe man ein gewisses Maß an Mitspracherecht, etwa bei der Verkehrsführung oder der Überarbeitung der aktuell neun Bebauungspläne. Speziell im alten Ortskern will sich die SPD dafür einsetzen, nach Möglichkeit zunächst die vorhandenen Baulücken zu schließen. Bei Einsicht der Pläne habe man festgestellt, dass Freiflächen für mindestens 50 Bauplätze vorhanden seien. Diese könnten auch in zweiter und dritter Reihe erschlossen werden, statt ein weiteres Neubaugebiet auszuweisen. Einer Erweiterung des Neubaugebiets „In der langen Dell“ werde sich die SPD nicht verschließen. Dies sei jedoch in diesem Bereich das letzte Zugeständnis. Durch den „Schülertransfer“ während der Umbaumaßnahmen in Waldfischbach seien erstmals alle Schulsäle in der Hermersberger Grundschule belegt. Dafür wurden bereits zahlreiche kleinere Umbaumaßnahmen vom Schulträger vorgenommen, so Werle. Der Vorstand Vorsitzender und Schriftführer: Jochen Werle; Stellvertreter: Friedolin Deppert; Kassenwartin: Petra Ziegler; Revisoren: Andrea Schwarzer, Herbert Müller, Walter Rether. |jn

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