Rheinpfalz Wieder Leben in die Bude bringen

Die Mitglieder des SC Reifenberg wollen mehr Leben in ihren Verein bringen, das Angebot verbessern und als langfristiges Ziel wieder eine eigene Fußballmannschaft auflaufen lassen. Die Pläne stellte am Freitag der frisch gewählte neue Vorsitzende Christian Büffel bei einer Mitgliederversammlung vor. Die bisherige Vereinsführung war kurz zuvor zurückgetreten – ohne Ärger und mit besten Wünschen.
Im August hatten die Mitglieder des SC mit der denkbar knappsten Mehrheit von einer Stimme (14:13) beschlossen, den Pachtvertrag für den Sportplatz mit der Gemeinde aufzulösen. Auf dem Gelände oder zumindest einem Teil davon hätten dann beispielsweise Häuser gebaut werden können. Konkrete Pläne oder gar einen Beschluss des Gemeinderats gibt es noch nicht. Michael Büffel, der die Versammlung leitete, fasste kurz zusammen, wie es zu dieser Entscheidung kam: „Es gab zu wenige Helfer, um den Sportplatz zu pflegen. Es blieb alles an Tobias Schliesmeier und Christof Härich hängen. So können wir den Sportplatz nicht unterhalten und hatten die Idee, ihn an die Gemeinde zurückzugeben.“ Doch nach dem Beschluss im August gab es viele bedröppelte Gesichter, der Verein war gespalten. Eine Gruppe um den früheren Trainer Christian Büffel beschloss, das Ruder herumzureißen und für neues Leben rund um Sportplatz und Sportheim zu sorgen. Dem wollte die alte Führung, also Schliesmeier und Härich, nicht im Wege stehen. Beide traten nach sechs Jahren an der Spitze zurück. „Wir geben den Neuen die Chance“, sagte Schliesmeier am Freitag. „Damals, als die zwei ihre Ämter antraten, war nicht klar, ob es überhaupt weitergeht. Es ist etwas Besonderes, den Laden in schwierigen Zeiten am Laufen zu halten“, dankte Michael Büffel den beiden Vorsitzenden. Die Mitglieder, 30 von rund 50 waren gekommen, spendeten lauten Applaus. Der neue Vorsitzende Christian Büffel sprach am Freitag gleich an, was ihm am wichtigsten ist, nämlich, „dass der Verein nicht in zwei Teile zerbricht, in die Gruppe, die für den Rückgabe des Sportplatzes war, und die, die dagegen war. Wir wollen alle das Gleiche: Den Verein im Dorf etablieren und im besten Fall wieder eine Mannschaft draußen auf dem Platz haben.“ In der nächsten Sitzung will Büffel ein Konzept vorstellen, wie das gelingen könnte. Bis dahin könne jeder seine Ideen einbringen. Ein paar präsentierte Büffel schon am Freitag. Wie ein wöchentliches Treffen für Freizeitkicker, bei dem alle mitmachen können, die mal wieder gegen den Ball treten wollen, oder geregelte Öffnungszeiten für das Sportheim, in dem es wieder Essen geben soll. „Wir müssen hier wieder ein Angebot präsentieren. Momentan hat niemand einen Grund herzukommen“, sagte Büffel. Für Familien mit kleinen Kindern habe das Gelände ebenfalls nicht viel zu bieten. Da könne bereits ein Sandkasten den Unterschied machen. „Ohne hängen die Kleinen den Eltern ständig am Bein, mit Sandkasten ist sofort Ruhe“, verdeutlichte der neue Vorsitzende, Vater von zwei Söhnen im Grundschul- und Kindergartenalter. Bei der Wahl des neuen Vorstands wurde nicht über jeden einzeln abgestimmt, sondern das komplette Team im Block per Handzeichen gewählt. 23 stimmten für die neue Führung, sechs enthielten sich und ein Mitglied stimmte dagegen. Wahlen Christian Büffel, Vorsitzender und Kassenwart; Anna Fink zweite Vorsitzende und Schriftführerin; Julian Maas und Tobias Semmet, Kassenprüfer; Ausschuss: Michael Ochs, Daniel Quarz, Guido Schlicker, Reiner Homberg, Christian Borst und Günther Andres.