Rheinpfalz Werke sollen umziehen

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Der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein sprach sich am Dienstagabend einstimmig dafür aus, die Verwaltung der Werke an die Kläranlage zu verlegen. Nach ersten Planungen könnten zehn neue Büros entstehen sowie Platz für Bürgerbusse. Die Kosten für die Umbauarbeiten werden auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

Am Verwaltungsstandort Lauterecken herrsche akuter Platzmangel, schilderte Bürgermeister Andreas Müller die Situation. Bereits vor einigen Jahren war überlegt worden, die Verwaltung der Werke an der Kläranlage unterzubringen. Das hätte auch den Vorteil, ohne Extrakosten den Bürgerbus samt Büros dort zu etablieren, wie Fachbereichsleiter Fred Wolf erklärte. Eine erste Planung von Architekt Hagen Bojak wurde dem Ausschuss vorgestellt. Es würden zehn Büros entstehen, wenn die bereits vorhandenen Garagen aufgestockt und so erweitert würden, dass darunter die Bürgerbusse geparkt werden könnten. Die Kosten sollen sich auf rund 500.000 Euro belaufen. Paul Schmelzer (FDP) fragte nach, wie man das den Bürgern verkaufen solle – denn die Fusion sollte doch eigentlich eine Kosteneinsparung mit sich bringen. Müller erklärte, dass seit der Fusion die Aufgaben der Verwaltung vielfältiger geworden seien und neue Projekte wie der Bürgerbus ebenfalls Kapazitäten erforderten. Es sei zwar so manche Stelle abgebaut worden, allerdings könnten die Mitarbeiter auch nur bis zu einem gewissen Maß belastet werden. Die ab Januar einheitlichen Gebühren für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung seien eine Arbeitserleichterung und Zeitersparnis, und es werde niemand benachteiligt. Ärgerlich findet Müller, dass ausgerechnet Funktionsträger gegen die Anpassung Stimmung machten. Erneut zeigte Fachbereichsleiter Wolf anhand verschiedener Modelle die Veränderungen der Gebühren. Von den Werken wird eine niedrige Grundgebühr bei relativ hoher Verbrauchsgebühr favorisiert. Für einen Ein-Personen-Haushalt mit durchschnittlich 183 Quadratmetern Grundstücksfläche, einem Wasserverbrauch von 38 Kubikmetern und einem Schmutzwasseranteil von 34 Kubikmetern könnten die monatlichen Kosten in der ehemaligen Verbandsgemeinde Lauterecken im Vergleich zu 2018 um 3,91 Euro monatlich steigen. In der ehemaligen Verbandsgemeinde Wolfstein würde sich eine Reduzierung um 0,40 Euro monatlich im Vergleich zu 2018 ergeben. Beim Durchschnittshaushalt der VG wird die monatliche Mehrbelastung in der ehemaligen VG Lauterecken um 2,65 Euro liegen, während sich für die ehemalige VG Wolfstein eine Reduzierung um 2,09 Euro monatlich ergibt. Laut Wolf soll das Preisniveau wieder über mehrere Jahre gehalten werden können. „Die Zahlen basieren auf Grundlagen, sind nicht einfach gewählt“, verdeutlichte der kaufmännische Werkleiter Hans Ludwig Altes. Die Werke hätten kein Interesse an großen Gewinnen, die dann versteuert werden müssten. Müller erklärte wiederholt, dass Haushalte aus der ehemaligen VG Lauterecken im Vergleich zu den Vorjahren mehr zahlen, aber die Anpassung für alle gerecht sei. Die Werke hätten Gebühren am unteren Limit gewählt. „Niemand wird über Gebühr be- oder entlastet“, urteilte Wolf. Oliver Naudsch (Die Linke) erklärte lachend, prinzipiell eher gegen Erhöhungen zu sein, diese aber sinnvoll zu finden. Weitere Themen —Die Verbandsgemeinde hat nun ein Gelände in unmittelbarer Nähe zum Rüllbergbad, welches verpachtet werden kann und für die Errichtung eines Campingplatzes geeignet ist. —Ein neuer Wirtschaftsprüfer für die Verbandsgemeindewerke für die Jahre 2019 bis 2021 wurde empfohlen, da die Kosten erheblich niedriger sind als die der bisherigen Prüffirma. —Einstimmig fiel die Entscheidung aus, auch weiterhin die Reparaturarbeiten an Kanal- und Wasserleitungen an die Lauterecker Firma Andreas Jung zu vergeben. —Für die Ausfuhr geschlossener Gruben im Jahr 2019 wurde der Auftrag an die Firma Umwelttechnik Schückler aus Rockenhausen vergeben.

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