Rheinpfalz „Wer ist der Stärkste im ganzen Land?“

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„Bühne frei“ lautete das Motto des 14. Theaterfestivals des Landkreises, das am Mittwoch in der Janusz-Korczak-Schule in Lauterecken startete. Zwölf Gruppen zeigten beim zweitägigen Festival ihr Können. Schüler unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Bildungseinrichtungen kamen zusammen, führten ihre Stücke auf und sorgten so für zwei kurzweilige, interessante Vormittage.

„Das wird wieder überraschend und auch spannend“, erklärte Jörg Degen von der Janusz-Korczak-Schule. Selbst er als Organisator und Moderator der Veranstaltung kennt die einzelnen Stücke vorab nicht im Detail. Als alle ihre Plätze eingenommen und Degen sich überzeugt hatte, dass alles ordnungsgemäß läuft, waren plötzlich ein Staubsauger und Gesang auf der Bühne zu hören. Eine tanzende Reinigungskraft, gespielt von Barbara Seeliger vom Pfalztheater Kaiserslautern, schlug einen barschen Ton an, als sie das Publikum auf seine Reinlichkeit inspizierte und damit die ersten Lacher des Tages provozierte. Mit einer Schwarzlicht-Theatervorführung der Janusz-Korczak-Schule wurden die Zuschauer in die „wunderbare Welt der Amelie“ entführt. Im Schwarzlicht zeigten sie eine scheinbar schwebende Amelie, die allein schon durch ihre imposanten Farben die Zuschauer begeisterte. Weniger auf Theater, dafür mehr auf Disco setzte die Tagesgruppe Rammelsbach. Sechs Jungen jonglierten bei schwungvoller Musik und rotierender Discokugel Teller auf Stäbchen. Nach einem donnernden Theaterfestival-Applaus gaben sie sogar eine Zugabe. Schüler der Paul-Moor-Schule Kusel setzten wieder auf eine Show bei Schwarzlicht. Sie präsentierten vor der Pause das Märchen vom „Froschkönig“ dem aufmerksamen Publikum, welches erneut von dem Farbspektakel in seinen Bann gezogen wurde. Der Frage „Wer ist der Stärkste im ganzen Land?“ ging die Grundschule Wolfstein in einem Musical auf den Grund. Ob Schweinchen, rappendes Rotkäppchen oder Zwerg, jeder sah im Wolf den Stärksten. Erst der Frosch, der sich als Drachenkind entpuppte, sah seine Mutter als stärkstes Wesen an. So verließ „Wolfi“ beim Auftritt der großen Drachenmutter kleinlaut, aber schnell die Bühne. Erstmals nahm die Realschule plus Lauterecken am Festival teil. Die Schüler zeigten einen Ausschnitt des Schulalltags in pfälzischem Dialekt und sorgten mit Doppeldeutigkeiten und frechen Antworten für schallendes Gelächter unter den Zuhörern. Doch nicht nur im Kreis hat das Festival seine Freunde, auch aus Meisenheim kamen Gruppen, um sich zu präsentieren. Die Realschule plus Meisenheim zeigte mit ihrem „Titanic“-Stück neben einer Liebesgeschichte mit Tanz und Jonglage auch eine Art Feuershow, allerdings ganz ohne Feuer, weil die bunten, im Schwarzlicht schwingenden Tücher wie züngelnde Flammen wirkten. Die Bodelschwingh-Schule Meisenheim zeigte, wie eine Prinzessin die verloren gegangene Freude ihres Vaters im Zauberwald suchte und schließlich auch fand. In den kurzen Umbauphasen war wie üblich Vogel „Paul“ der Star. Mit der Handpuppe leitete Degen tatkräftig und unterhaltsam von einem zum anderen Stück über. Am Donnerstag zeigten noch Akteure der Grundschule Lauterecken, der Heilpädagogischen Einrichtung Meisenheim, des Reha Westpfalz-Zentrums Landstuhl sowie das Eigenheimer Paul-Schneider-Gymnasium ihr Können. Staatssekretär Hans Beckmann, der aus Mainz gekommen war, lobte vor Beginn das Engagement der Janusz-Korczak-Schule, freute sich auf die unterschiedlichen Beiträge und zeigte sich sicher, dass „für jeden was dabei ist“.

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