Rheinpfalz Weniger klassisch, viel Modernes
Das Veldenz-Gymnasium Lauterecken hat bei seiner traditionellen Frühlingsgala in die Turnhalle der Realschule Plus sein bewährtes Konzept mit einer Mischung aus Musik, Tanz und Gedichten beibehalten. Jedoch fiel das Programm weniger klassisch als bisher aus.
Anstelle des erkrankten Schulleiters Stefan Weber, begrüßte sein Stellvertreter Frank Huck die zahlreichen Gäste. Der Frühlingsstart falle zwar etwas kalt aus, jedoch solle das Programm, basierend auf einem bereits bewährten Konzept, auf den Frühling einstimmen und zu guter Laune verhelfen. Besonders positiv wertete Huck, dass auch Lauterecker Vereine und sogar Ehemalige ihren Beitrag leisteten. Das Programm eröffnete der Chor des VGL mit „Bring me little water, Silvy“ von Huddie W. Ledbetter. Mittels Body Percussion, also der Klangerzeugung mit dem Körper durch Klatschen oder Stampfen, begleiteten sich die Sängerinnen selbst. Dass sie nicht auf Instrumente angewiesen sind, zeigten sie auch beim „Cup Song“ aus der US-Komödie „Pitch Perfekt“, bei dem sie sich selbst mit Bechern den Rhythmus vorgaben. Einzig bei „Papierflieger“ aus dem französischen Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, ließ sich der Chor von Xaver Jung am Klavier und drei Streicherinnen begleiten. Den Chorreigen komplettierten Schüler der neunten Klassen mit „Riptide“ von Vance Joy. Gleich mit vier Titeln zeigte die fünfköpfige Schulband „Blown_Fuse“ mit Punk- und Alternativ-Rock ihr Können. Auch zahlreiche Solistinnen zeigten ihr gesangliches Talent, darunter Selina Hoffmann, Samira Bauer, Lea Sophie Gräf, Mira Lanzer und Lorina Heß, die mit bekannten Titeln von Adele oder auch James Arthur zu überzeugen wussten. Doch nicht nur die Musiktitel sind weniger klassisch ausgefallen, auch die Präsentation und Art der Gedichte erfuhr einen Wandel. Die Elftklässlerinnen Leonie Ebert, Nora Walker und Lea Sophie Gräf präsentierten im Unterricht von Pascal Pick entstandene Poetry-Slam-Stücke, die sich kritisch mit der Nutzung sozialer Medien auseinandersetzten. Sie gaben damit nicht nur den jugendlichen Besuchern einen Denkanstoß. Gleich vier Tanzgruppen entführten die Besucher in ganz andere Welten. Die sechs- bis zehnjährigen Lollipops nahmen mit in eine Welt voller Piraten, während die Sunhine Girls zeigten, dass „im Himmel die Hölle los ist“. Passend zum Frühling standen die Dancing Angels bei ihrem Showtanz „Jäger und Gejagte“ als Rehe, Füchse und Wildschweine auf der Bühne. Mit einer Schwarzlicht-Tanzshow zeigten die Dancing Unicorns eine neue Facette. Durch das kurzweilige Programm führte ein vierköpfiges Moderationsteam.