Rheinpfalz Wasserrohrbruch legt Freibad lahm

Vor verschlossenen Türen am Bergbad standen gestern nur wenige Gäste. Auf die Sperrung war rechtzeitig durch Hinweisschilder auf
Vor verschlossenen Türen am Bergbad standen gestern nur wenige Gäste. Auf die Sperrung war rechtzeitig durch Hinweisschilder auf dem Weg ins Bad und über die Medien informiert worden.

Blauer Himmel, 35 Grad Außentemperatur, 28 Grad Wassertemperatur – aber in den drei Becken des Heltersberger Schwimmbads tummelten sich gestern keine Badegäste, die Abkühlung suchten. Der Grund: Wegen eines Wasserrohrbruchs in der Bergstraße musste das Bergbad geschlossen bleiben. Doch heute ab 9 Uhr ist es wieder geöffnet, konnte die Verbandsgemeindeverwaltung gestern Nachmittag mitteilen. Auch die Anlieger der Straße waren von der Wasserversorgung abgehängt.

„Ohne Frischwasser und Wasser für die sanitären Einrichtungen funktioniert kein Badebetrieb“, erläuterte Jochen Könnel von den Verbandsgemeindewerken bei der Schadensbegutachtung in der Bergstraße, warum der Badebetrieb gestern „schweren Herzens eingestellt“ werden musste. „Wir haben sofort, nachdem das klar war, über sehr viele Informationswege darauf aufmerksam gemacht, dass das Bad geschlossen ist“, erläuterte Verbandsbürgermeister Lothar Weber, der sich den Schaden gleichfalls selbst ansah. Neben Informationen via öffentliche Medien und Internet gab es Hinweiszettel im Umfeld des Bades. Auch an der Verbandsgemeinde in Waldfischbach-Burgalben, in der zum Beispiel die Zentralbücherei untergebracht ist, die stark von Publikum frequentiert ist, gab es Hinweisaushänge. „Wir haben sofort alle Kindergärten direkt informiert, weil über diese die Eltern gut zu erreichen sind, und wir haben die Gemeinde Geiselberg informiert, denn dort findet derzeit ein großes Zeltlager statt“, erläuterte Weber. Im Bad wurde die unfreiwillige Pause für Pflegearbeiten im Gelände und in den Becken genutzt. Währenddessen schwitzten die Mitarbeiter der Firma WVE aus Kaiserslautern, die für die Wasserversorgung der Verbandsgemeinde zuständig ist, und der Firma Holzlandbau Reitz aus Heltersberg in der Baugrube. Die war ausgehoben worden, um den Schaden an der Wasserleitung zu reparieren. Am Donnerstagabend habe ein Anwohner bei der WVE angerufen und darüber informiert, dass immer weniger Wasser aus der Leitung komme, der Druck stark nachgelassen habe, erläuterte Joachim Steidel, Sachgebietsleiter für die Wasserversorgung in der Verbandsgemeinde bei der WVE. Über die Fernkontrollsysteme wurde analysiert, wo möglicherweise ein Schaden im Wassernetz vorliegen könnte. „Wir konnten es dann auf diesen Bereich hier eingrenzen“, erklärte Steidel. Unmittelbar hinter der Einfahrt von der Schul- in die Bergstraße befand sich eine schadhafte Stelle in einem Rohr. „Wir haben vor Beginn der Reparaturarbeiten den Anliegern die Chance gegeben, ihre Wasservorräte noch mal aufzufüllen“, sagte Steidel. „Und ansonsten gibt es ja Sprudel“, nahm eine Anwohnerin den Wasserrohrbruch und seine Folgen bei hochsommerlicher Hitze mit Humor. Gestern Nachmittag konnte die Wasserversorgung wieder aufgenommen werden und das technische Personal bereitete die Öffnung des Freibads am heutigen Samstag vor. Da aber noch nicht alle Fehler behoben werden konnten, werden die Arbeiten in den nächsten Tagen fortgesetzt, so die Verbandsgemeinde.

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