Rheinpfalz Wasser wird billiger

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Die Gemeindewerke Waldfischbach-Burgalben senken 2019 den Wasserpreis von 2,01 auf 1,92 Euro pro Kubikmeter. „Wir freuen uns, dass wir die Kosten reduzieren und dies in Form der Preissenkung an unsere Kunden weitergeben können“, so Werkleiter Martin Pfeifer.

Nicht nur die Verbrauchgebühren sinken, sondern auch die wiederkehrenden Beiträge, die über die Gebühr für den Wasserzähler erhoben werden. Der kleinste Wasserzähler (bis fünf Kubikmeter) wird ab 2019 mit 80,23 Euro pro Jahr berechnet (bisher 82,22 Euro), ein großer Wasserzähler (bis 20 Kubikmeter) mit 92,17 Euro (bisher 94,38 Euro). Grund für die Preissenkung: die Werke (inklusive Stromversorgung) sind nach schwierigen Jahren nun wieder in ruhigem Fahrwasser (die RHEINPFALZ berichtete). Die Weichenstellung beim Strom – gemeinsam mit den Stadtwerken Kaiserslautern gründen die Gemeindewerke das Unternehmen Nahwerk-Energie aus der Region – hat auch Auswirkungen auf den Wasserbereich. „Wir können Dienstleistungen nun günstig einkaufen“, erläuterte Ortschefin Anna Silvia Henne (SPD). Das Wasserwerk bleibt – im Gegensatz zum Strombereich – als Eigenbetrieb der Gemeinde erhalten. Die Betriebsführung übernimmt die SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG. Ein Modell, das die Bürger aus dem Abwasserbereich schon lange kennen. Die dafür zuständige Verbandsgemeinde hat die Betriebsführung schon vor Jahren an die WVE Kaiserslautern übertragen, eine Tochter der Stadtwerke. In vielen Bereichen, etwa, was die Besetzung von Notdiensten und die Ersatzeillagerung anbelangt, bringe die Übertragung der Betriebsführung Vorteile, die sich positiv auf den Preis niederschlagen. „Wir können Synergieeffekte nutzen“, erläuterte Pfeifer. Wie es bei der Wasserversorgung weitergeht, bleibe abzuwarten. Der Rat hat beschlossen, die Entwicklung in den nächsten ein, zwei Jahren abzuwarten, um in dieser Zeit Möglichkeiten wie Kooperationen, Zusammenschlüsse und neue Betriebsformen zu prüfen. Zum April 2019 soll die für die Sparte Strom zuständige neue Gesellschaft Nahwerk – Energie aus der Region (Nahwerk-Energie) ihren Betrieb aufnehmen. Am Freitag unterzeichneten Bürgermeisterin Anna Silvia Henne sowie die Vorstände der Stadtwerke Kaiserslautern, Richard Mastenbroek und Markus Vollmer, die Absichtserklärung zur Gründung der gemeinsamen Energiegesellschaft. Es war noch nicht der endgültige Vertrag, was ursprünglich schon vorgesehen war. Nahezu alle Hürden zur Gesellschaftsgründung sind genommen. Die Kreisverwaltung, die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sowie das Bundeskartellamt, das ein Fusionskontrollverfahren vorgenommen hat, haben der Gründung der Gesellschaft zugestimmt. Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Prüfung durch das Finanzamt. Deshalb wurde die abschließende Gesellschaftsgründung verschoben. Werkleiter Pfeifer wird Geschäftsführer der Nahwerk-Energie GmbH & Co KG. Die sieben Mitarbeiter der Gemeindewerke werden langfristig zu den Stadtwerken Kaiserslautern wechseln. Auf die Kompetenzen der Mitarbeiter könne und wolle man nicht verzichten, unterstrich SWK-Vorstand Richard Mastenbroek. SWK-Vorstand Markus Vollmer verwies auf die getroffenen individuellen Lösungen. Dabei sei wichtig gewesen, dass die Gemeinde – sie hält 51 Prozent der Anteile – ihren Einfluss behalte. Beigeordneter Roland Schumm (CDU): „Es waren Gespräche und Verhandlungen auf Augenhöhe“. Hintergrund für die Gründung ist, dass es für kleine Strom- und Gasversorger angesichts der zunehmenden Regularien auf dem Markt, die mit erheblichen Kosten verbunden sind, immer schwieriger wird, den selbstständigen Betrieb aufrecht zu erhalten.

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