Rheinpfalz Wasgau-Markt stärkt auch die Gemeinde

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„Da ist das Ding“, freute sich Jürgen Rothhaar, Marktleiter des neuen Wasgau-Frischemarktes in Waldfischbach-Burgalben, bei der offiziellen Eröffnung des neuen Marktes in der Hauptstraße am Montagabend. „Das Ding“ war der symbolische Schlüssel, den ihm Architekt Markus Müller vom Pirmasenser Architekturbüro Marx & Stegner sowie der Eigentümer des Marktes, der Waldfischbacher Michael Trick, überreichten.

Wo früher Baumstämme angefahren und im Sägewerk Jentzer verarbeitet wurden und nach dessen Schließung noch mit Holz gehandelt wurde, steht nun der neue Markt. Er bietet auf einer Gesamtfläche von 2100 Quadratmetern 1530 Quadratmeter Verkaufsfläche und 125 Parkplätze. 44 Mitarbeiter sind im Markt beschäftigt. Auf den Tag genau vor 37 Jahren sei der erste Wasgau-Markt in Waldfischbach eröffnet worden, erinnerte Wasgau-Vorstandsmitglied Eugen Heim. Der neue Markt, der auf aktuelle Kundenbedürfnisse eingehe – unter anderem mit einer 108 Quadratmeter großen Obst- und Gemüseabteilung, einer 40 Quadratmeter großen Cafeteria, einer großen Auswahl an Bioprodukten – „baut Waldfischbach-Burgalben als Einzelhandelsstandort aus“, sagte Heim. Der Gemeinde überreichte er einen Scheck über 1000 Euro, der für soziale Zwecke eingesetzt werden soll. Wasgau sei eine bestimmende Größe im Ort, sagte Bürgermeisterin Anna Silvia Henne. Deshalb habe der Gemeinderat der Umsiedlung des Marktes gerne zugestimmt, nachdem ein Einzelhandelskonzept erstellt worden sei. Auf der bisherigen Fläche des Wasgau-Marktes werde ein Discounter bauen, sagte Henne. Wie die RHEINPFALZ berichtete, wird Lidl seinen Markt aus dem Gewerbegebiet „Schorbach“ wieder ins Ortszentrum verlagern. Für künftige Bedürfnisse im örtlichen Bereich gebe es nun einen Bebauungsplan. Auch am aus verschiedenen Gründen noch nicht realisierten Konzept „Moosalbwanderweg“ – der Weg soll direkt hinter dem neuen Wasgaumarkt verlaufen – werde festgehalten, sagte Henne. Das sei das lachende Auge, mit dem sie die Eröffnung begleite, die dazu beigetragen habe, dass es keine Brache im Ortszentrum gebe. Ein weinendes Auge habe sie, wenn sie das Haus sehe, das wie ein Relikt vor dem neuen Markt stehe. Das Gebäude, in dem unter anderem die Büros des Sägewerks untergebracht waren, blieb erhalten. Es ist das Elternhaus von Michael Trick. Trick ist auch Eigentümer des neuen Wasgaumarkt-Gebäudes und hat die Anlagen „langfristig“, wie er sagte, an die Wasgau vermietet. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, bekannte Trick, nachdem der Expansionsleiter der Wasgau im Januar 2011 erstmals bei ihm gewesen sei. Aus verschiedenen Gründen – Alter, zunehmender Wettbewerb im Holzfachhandel – entschied er dann, die Herausforderung anzunehmen. Im September 2012 schlossen Trick und die Wasgau den Vertrag. Im Januar 2013 wurde der Bauantrag gestellt, im August 2013 die Baugenehmigung erteilt. „Drei Wochen später begann der Rückbau der alten Gebäude“, sagte Trick. Nach knapp acht Monaten Bauzeit konnte der Markt nun eröffnet werden – inklusive Segen, den Pfarrer Volker Sehy erteilte. „Im Gegensatz zur Warenwelt, wo Light-Produkte hoch im Kurs stehen, gibt es den Segen nur in der Vollversion“, sagte Sehy. (add)

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