Rheinpfalz Was früher war, was heute ist

Das ehemalige Hotel Martin war schon immer ortsbildprägend, heute allerdings im negativen Sinn.
Das ehemalige Hotel Martin war schon immer ortsbildprägend, heute allerdings im negativen Sinn.

„Waldfischbach-Burgalben – Im Wandel der Zeit“. Unter diesem Motto steht seit dem ersten Erscheinen der Heimatkalender, den der Verein für Heimatpflege seit dem Jahr 2011 herausbringt. Auch die jetzt erschienene Ausgabe für das Jahr 2019 enthält auf zwölf Kalenderblättern wieder Informationen darüber, wie sich markante Straßenecken und Gebäude im Ort im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.

Wer das Kalenderblatt für den Juni aufschlägt, wird ein Gebäude entdecken, das immer mal wieder für eine Schlagzeile gut ist: das frühere Hotel Martin. Mehrfach versteigert, auch schon im Mittelpunkt eines großen Betrugsversuchs, zeigt die Schwarz-Weiß-Aufnahme von Fritz Petry, was das Hotel einst war: ein das Ortsbild prägendes Gasthaus mit einer gut gehenden Metzgerei und einem Tanzsaal, in dem so manche spätere Ehe ihren Anfang nahm. Das Konzept des Kalenders ist seit der ersten Auflage erfolgreich. Den Schwarz-Weiß-Bildern, mit denen Petry über Jahrzehnte die Entwicklung in seiner Heimatgemeinde festgehalten hat, werden Ansichten vom gleichen Gebäude oder Ort im Dorf gegenübergestellt, und zwar aus gleicher Perspektive fotografiert. Wie immer gibt es auf einem eigenen Textblatt Informationen dazu. So lässt sich nachvollziehen, wie sich die Mühlstraße in Burgalben verändert hat oder wie Häuser in der Gartenstraße in Waldfischbach dem Wandel getrotzt haben. Auch die erst kürzlich sanierte Lindenstraße ist zu sehen. Als „Schinnkaut“ diente sie einst dazu, Tierkadaver zu entsorgen. Info Der Heimatkalender 2019 gibt es für neun Euro jeden Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr im Heimatmuseum in der Hauptstraße zu kaufen. Zudem ist der Kalender erhältlich in der Buchhandlung Karibu, Welschstraße 6a, in Susis Haarschneiderei, Alleestraße 11, sowie in der Gaststätte „Zum Deutschen Kaiser“, Welschstraße 16.

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