Rheinpfalz Warum nicht lesend durch den Winter?

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Noch ist keine Flocke Schnee in Sicht. Aber das macht eigentlich nichts, denn lange kalte Abende, an denen wir uns irgendwie beschäftigen müssen, gibt es schon zur Genüge. Wenn im Kamin ein Feuerchen knistert und wir bei einer Tasse Tee die Füße hochlegen können, was fehlt dann noch zum Glück? Ein guter Schmöker. Was es sich diesen Winter so zu lesen oder an Weihnachten zu schenken lohnt, das verraten die Buchhändler aus dem Kreis Kusel.

Freunden der Spannungsliteratur empfiehlt Anja Schneider aus der Buchhandlung Schneider in Kusel die jeweils neu erschienenen Romane von Charlotte Link und Nele Neuhaus. In Links „Die Entscheidung“ trifft der Protagonist Simon bei einem Strandspaziergang eine verwahrloste Frau und bietet ihr daraufhin seine Hilfe an, was sich jedoch als eine verhängnisvolle Entscheidung erweist. Neuhaus’ „Im Wald“ beginnt mit einem Leichenfund in den Resten eines verbrannten Wohnwagens. Die Ermittlungen in diesem Fall führen in die persönliche Vergangenheit des Ermittlers Oliver von Bodenstein. Petra Gravius-Hahnenwald von „Kleeblatt Buch & Natur“ in Waldmohr hat für erwachsene Leser außerdem auch Bücher mit Lokalkolorit im Repertoire: „Hier kann ich zum Beispiel die Autorin Lilo Beil empfehlen: ,Das gläserne Glück’ oder ,Die Reise des Engels’. Die Handlungen spielen sich hier in der Region ab, unter anderem auch in der Westpfalz.“ „Das Thema in Marc Elsbergs ,Zero’ halte ich für hochaktuell“, so die Fachfrau über ihren nächsten Buchtipp. „Es dreht sich in diesem Kriminalroman um die Dinge, die wir über uns preisgeben.“ Hauptfigur in „Zero“ ist eine Journalistin, die sich mit einer Internetplattform auseinandersetzt, welche Daten über ihre Nutzer sammelt und ihnen ein besseres Leben und mehr Erfolg verspricht. Auch für Senioren hat die Waldmohrer Buchhändlerin einige Empfehlungen parat: „Ich habe immer noch ein bisschen was von früher da. Zum Beispiel ,Und ein Stich gute Butter’ oder ,Als Oma noch die Wäsche schrubbte’. Es handelt sich hier um Bücher, die in Großdruck geschrieben sind – und für ältere Menschen einfacher zu lesen, sodass sie sich nicht immer wieder neu aufraffen müssen.“ „Mondscheindrache“, so heißt eines der Bücher der bekannten Kinderbuchautorin Cornelia Funke, von der auch die berühmte Tintenherz-Trilogie stammt. Gravius-Hahnenwald empfiehlt dieses Buch für das erste Lesealter: „Das eignet sich auch noch sehr gut zum Vorlesen“, erklärt sie. In der Geschichte begegnet ein Junge namens Philipp nachts in seinem Zimmer einem kleinen Drachen und einem fiesen Ritter, die beide aus einem Buch herausspringen. Philipp schrumpft plötzlich und muss sich gegen diesen Ritter beweisen. „Natürlich habe ich auch für die älteren Kinder und für die Jugendlichen etwas da: Pferdebücher für Mädels, Fußballgeschichten für Jungs und auch Sachen aus dem Bereich Fantasy. Die Warrior-Cats zum Beispiel bestehen aus fünf Bänden und sind besonders spannend für Mädchen.“ Beate Meyer, Buchhändlerin aus Lauterecken, schlägt „Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden“ als Lesestoff vor. Sie lobt den Stil von Autor Per J. Andersson: „Den Roman habe ich mir zuletzt selbst vorgenommen. Er ist ziemlich gut geschrieben und macht Laune zum Lesen.“ Basierend auf einer wahren Begebenheit, wird hier die Geschichte von dem in der Armut Indiens aufgewachsenen Porträtmaler Pikay erzählt, der eine tausende Kilometer lange Reise auf sich nimmt und dabei allen Widerständen trotzt – eine ganz besondere Liebesgeschichte.

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