Rheinpfalz Warum Asphaltsanierung beim Neubau?

Derzeit laufen die Arbeiten für die Sanierung der obersten Asphaltschicht im B10-Abschnitt Walmersbach bis Münchweiler. Es ist ein Bauabschnitt, der ebenso wie der Abschnitt zwischen Münchweiler und Waldfriedhof noch gar nicht so lange fertig ist. Warum also muss er schon wieder saniert werden? Die Arbeiten dort leitet der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Kaiserslautern und von dort war zu hören, dass der Bitumen für Asphalt seit einigen Jahren nicht mehr so gut wie früher sei und deshalb immer häufiger Autobahnen saniert werden müssten. Wurde das beim jetzigen Ausbau im Bereich Hinterweidenthal berücksichtigt und gleich besserer Bitumen genommen? Yvonne Lederer, die stellvertretende LBM-Leiterin in Speyer, die für den Neubau der B10 bei Hinterweidenthal zuständig ist, verweist darauf, dass nach dem Stand der Technik gearbeitet werde und die Deckschichten generell eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren hätten. „Somit liegen und lagen wir bei den Erneuerungen zwischen Waldfriedhof und Münchweiler im unteren Bereich dieser Lebensdauer“, erklärt Lederer und verweist darauf, dass die B10 prinzipiell stärker beansprucht sei als andere Strecken. Denn der Neubau habe sich schließlich unter Verkehr vollzogen und dies habe bedingt, dass die Auto- und Lkw-Massen mehrfach im Baufeld quer verschoben werden mussten. „All dies führt zu zusätzlichen Belastungen des bituminösen Straßenaufbaus, welche die entsprechenden Sanierungsarbeiten erforderlich machten.“ Im Klartext: Wäre die B10 nicht unter Verkehr, sondern völlig ungestört in einem Rutsch gebaut worden, hätte der neue Asphalt auch länger gehalten. (kka)