Rheinpfalz Wanderer erleichtert über Windpark-Aus

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Das Aus der umstrittenen Windpark-Pläne im Pfälzerwald, das am Freitag vom Umweltministerium und dem Unesco-Komitee verkündet wurde (wir berichteten), war auch bei der Versammlung des Pfälzerwald-Vereins (PWV), Bezirk Wasgau, dem 27 Ortsvereine angehören, am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus Vorderweidenthal ein wichtiges Thema.

„Die Vernunft hat gesiegt“, sagte dazu PWV-Hauptgeschäftsführer Bernd Wallner aus Neustadt vor den rund 60 Delegierten. Pläne könnten jetzt nur noch in Entwicklungszonen außerhalb der zusammenhängenden Waldgebiete und auf einem Gebiet entlang der A 6 verfolgt werden. Da es dort an der erforderlichen Windhöffigkeit fehle, „bin ich mir sicher, dass das Thema bald gegessen ist“, so Wallner. Er verwies jedoch darauf, dass das Landesentwicklungsprogramm (Lep IV) diesbezüglich noch nicht geändert sei. „Allerdings besteht erstmalig wieder eine Chance, dass der Pfälzerwald windradfrei bleibt.“ Der PWV habe sich noch nie so energisch für ein Thema eingesetzt wie bei diesem. Über 90 Prozent der Mitglieder hätten sich gegen Windräder im Pfälzerwald ausgesprochen, sagte Wallner. Viel Zeit und Aufwand habe den Wanderverein die Auseinandersetzung mit dem seit Januar geltenden Gesetz über den Mindestlohn gekostet, mit dem sich vor allem Hüttendienstler konfrontiert sahen. Der PWV habe seine Bedenken Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) kundgetan und um ein Treffen gebeten. „Drei Monate haben wir darauf gewartet. Erst als wir im Dezember kräftig Druck gemacht haben, kam dies zustande“, so Wallner. Bei dem Treffen in Bonn habe man keine Sonderregelung erreichen können. Dennoch die Erkenntnis: Eine Mindestlohn-Anmeldung sei in den meisten Fällen nicht erforderlich, da die Hüttendienstler keine Arbeitnehmer, sondern ehrenamtlich tätig sind. Bei manchen Einzelfällen müsse dies noch geprüft werden. Der PWV habe inzwischen seine Hüttenbetreiber unterrichtet und mit den Ministerien abgestimmte Info-Blätter erstellt. „In einigen Wochen werden wir die Sache überstanden haben“, so Wallner. Bei Sonderfällen könne eine Clearingstelle befragt werden. Er verwies nochmals auf den Freibetrag von 400 Euro pro Person, Aufzeichnungen würden entfallen, weil es sich um ein Ehrenamt handele. Wallner bedauerte, dass der Hauptverein im vergangenen Jahr 300 Mitglieder verloren habe. Erfreulich sei wiederum, dass 1050 neue Mitglieder aufgenommen werden konnten. Laut Bezirkswanderwart Kilian Dauer ist die Teilnehmerzahl im Bezirk Wasgau 2014 von 18.774 auf 17.134 gefallen. Die zurückgelegten Wanderkilometer sind dagegen nur leicht von 144.953 auf 142.889 gesunken. Die Zahl der Jugendlichen ging mit 811 ebenfalls zurück. Die beste Jugendbeteiligung hatte die Ortsgruppe Silz mit 170 Kindern.

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