Rheinpfalz Waldfischbach-Burgalben: Ausbau von L498 dauert länger als ein Jahr

Die erste Lage Frostschutzmaterial ist aufgetragen. Links ist das Becken zu erkennen, in dem das Oberflächenwasser gesammelt wir
Die erste Lage Frostschutzmaterial ist aufgetragen. Links ist das Becken zu erkennen, in dem das Oberflächenwasser gesammelt wird. Zur Orientierung: links unten führt die Straße nach Donsieders, rechts unten nach Burgalben. Oben verlaufen B 270 und Bahn zwischen Pirmasens und Kaiserslautern.

Der Ausbau der L498 zwischen Burgalben und Donsieders liegt im vorgegebenen Zeitplan. Wenn das Wetter mitspielt, soll die Straße bis Ende Mai kommenden Jahres fertig sein und wieder für den Verkehr zur Verfügung stehen, sagte Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, auf Anfrage der RHEINFPALZ.

Ausgebaut wird der untere Teil der Strecke, die seit Anfang Mai voll gesperrt ist. Mittlerweile ist die Sicherung der Böschung und des Hangs abgeschlossen, so Lutz. Dafür musste auf der linken Seite aus Richtung Burgalben Spritzbeton aufgetragen und mit dem Felsen verdübelt werden. Das Material wurde direkt vor Ort hergestellt.

Momentan wird entwässert

Zurzeit werden die Entwässerungsarbeiten vorgenommen. Für die künftige Fahrbahn ist die erste Lage Frostschutzmaterial bereits aufgebracht, die zweite folgt. Bis März sollen die Leitungen für das Sickerwasser an der Hangseite hergestellt werden. Das Verlegen der Fahrbahnrinne geht laut Lutz relativ schnell, da nicht jeder Stein einzeln, sondern alles en bloc gesetzt wird. Ab April soll der Asphalt aufgetragen werden. „Wenn alles fertig ist, wird der Begegnungsverkehr auch großer Fahrzeuge problemlos funktionieren“, sagte Lutz. Die Kosten für das Gesamtprojekt seien von 2,2 auf 3,1 Millionen Euro um fast ein Drittel gestiegen. Grund sei vor allem die Böschungssicherung, die aufwändiger als geplant sei.

Grundstücke mussten gekauft werden

Wie berichtet, hatten für den Ausbau der L 498 Grundstücke gekauft werden müssen, damit die Straße um bis zu 35 Zentimeter auf 5,75 Meter verbreitert und in den scharfen Kurven stark aufgeweitet werden kann. Zudem war die Entwässerung für die Planer eine knifflige Angelegenheit, die wegen der Verbreiterung der Fahrbahn komplett neu zu konzipieren war. Auf den 1,55 Kilometern sind 100 Höhenmeter zu überwinden. Wegen der Geländestruktur ist eine Versickerung an Ort und Stelle nicht möglich. Deshalb wird das Oberflächenwasser der Fahrbahn über die neu angelegten, verstärkten Bankette und am Berg über eine neue Bordsteinanlage geführt und in einem Regenrückhaltebecken gesammelt. Der erste Teil der Landesstraße von Donsieders herunter wurde bereits vor über fast sieben Jahren erneuert. Aus Kostengründen wurde der zweite Teil jedoch immer wieder verschoben. Der LBM hielt den Ausbau schon lange für notwendig. Bei einer Zählung im Jahr 2005 waren pro Tag 4900 Fahrzeuge auf der Strecke festgestellt worden; aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Eine normale Landstraße nutzen im Durchschnitt 2700 Fahrzeuge.

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