Rheinpfalz Verschmuste Riesen

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Die Deutsche Dogge besitzt in unserer Region viele Anhänger. Deswegen veranstaltete der Deutsche Doggen-Club, Ortsgruppe Saarbrücken, mit Hauptsitz in Steinbach am Wochenende eine Hundeausstellung, um die schönsten Doggen zu ermitteln. Es war der 42. Schönheitswettbewerb.

Hundebesitzer aus der Pfalz, dem Saarland, aus Belgien, Frankreich und Luxemburg kamen nach Steinbach, um ihren Hund zu präsentieren. Einzige Voraussetzung: Die Tiere müssen von einem Züchter stammen und einen Abstammungsschein besitzen. Es gebe fünf verschiedene Klassen, erklärt Hans-Georg Recktenwald, zweiter Vorsitzender der Vereins. So gliederte sich der Wettbewerb in die Klassen junge Tiere, Jugend, Zwischenklasse, Sieger und offene Gruppe. Zu Beginn jedes Laufes zitierte der Wertungsrichter zuerst alle Tiere in den Ring. Danach wurden die Doggen einzeln systematisch bewertet. Der Hund musste von dem Besitzer aufrecht präsentiert werden, so dass der Richter den Körperbau bewerten konnte. Das Tier sollte „groß und stattlich“ sein, sagte Andreas Ruppenthal, erster Vorsitzender des Vereines. Danach ging es an den Kopf, welcher markant sein sollte. Bewertet wurden aber auch die Augen, die Ohren sollen nicht abstehen und das Gebiss vollständig sein. Bei einem fehlenden Zahn ist das Tier disqualifiziert. Danach wurde noch der Rücken kontrolliert sowie der Schwanz, welcher nicht geringelt sein oder nach oben stehen dürfe, erklärte Ruppenthal. Danach musste der Besitzer mit dem Hund laufen, damit der Gang des Hundes – majestätisch anmaßend – beurteilt werden konnte. Auch das Wesen wurde geprüft, indem die Richter das Tier zum Beispiel streichelten. Anschließend wurden nochmals alle Hunde der Klassen in den Ring gebeten und am Ende sprach der Richter sein Urteil und bewertete die Hunde mit „gut“, „sehr gut“ oder „hervorragend“. Die Deutschen Doggen sind in Farben gegliedert: In gelbe, schwarze, blaue, gestromte und gefleckte (weiße mit schwarzen Flecken). Und so wurde noch der schönste Hund jeder Farbe – sowohl Rüde als auch Hündin – und der schönste Hund insgesamt ermittelt. Doch worin liegt der Reiz der Deutschen Dogge? Hundebesitzer Sascha Korz beschreibt die Doggen als ruhige, elegante Tiere, welche gerne kuscheln. Vor allem der majestätische Gang der Hund beeindrucke ihn. Und mit dem Vorurteil, dass Doggen gefährlich sind, möchte er aufräumen: „Sie können bedrohlich wirken, doch kleine Hunde sind viel gefährlicher“, sagt er. Zudem würden die Doggen ihre Größe und Stärke nicht wahrnehmen und seien einfach Kuschelhunde, welche sich auch sehr klein machen könnten und Platz auf einem Sofa fänden. Dies bestätigt Melanie Zahs. Auch sie schätzt die Hunde für ihre Kuschelbedürfnisse und die ruhige, gemütliche Art und findet es von Vorteil, nicht zu viel mit dem Hund laufen zu müssen. Die Erziehung sei wie bei jedem anderen Hund auch und gesundheitliche Probleme würden nur bedingt auftreten. „Jede Rasse hat ihre Probleme“, sagte sie. Zahs nahm an dem Wettbewerb ohne besondere Ambitionen teil. Sie wollte nur eine neutrale Bewertung des Hundes erhalten. Helmut Schleider hingegen hatte andere Ziele. Er hat bereits mehrere Erfolge gefeiert und sein Hund King, eine Vorzeigedogge, hat bereits 13 Auszeichnungen bekommen und könnte nun sogar Deutscher Champion werden. Dazu braucht King drei Siege bei zwei unterschiedlichen Richtern in drei Bundesländern in mindestens einem Jahr. Doch nehme der Hund noch nicht so häufig an Wettbewerben teil. Schleider, der sich schon in jungen Jahren in die Doggen verliebt hatte, wie er zugibt, reizen einfach die Wettbewerbe und ihn fasziniert die Rasse. Wie die anderen Hundebesitzer schätzt er die Kuschelfreudigkeit und die königliche Ausstrahlung der Deutschen Doggen. (erf)

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