Rheinpfalz Verkehrswege neben neuer B 10

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Nicht nur an der B 10 zwischen Ruppertsweiler und Hinterweidenthal selbst, sondern auch auf beiden Seiten neben der Bundesstraße entstehen neue Verkehrswege. Der eine wird die Gemeindeverbindungsstraße für langsame Fahrzeuge, der andere ein Versorgungsweg für die Grünbrücke über die B 10.

Wildzäune neben der vierspurigen Straße sollen dafür sorgen, dass die Grünbrücke auf der Walmersbach so funktioniert wie erhofft, die Wildtiere also über die Brücke statt über die Straße laufen. Um den Wildschutzzaun auf der linken Seite der B 10 Richtung Hinterweidenthal und die Grünbrücke zu unterhalten, wurde eigens ein asphaltierter Weg gebaut, teilte Kurt Ertel, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Speyer, auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Dieser Weg habe aber keine Anbindung nach Münchweiler oder Hinterweidenthal und könne somit auch nicht als Radweg genutzt werden. „Das ist auch gar nicht erwünscht, denn die Tiere sollen ja nicht gestört werden“, so Ertel. Im Übrigen bestehe eine „attraktive Radwegeführung“ zwischen Hinterweidenthal und Münchweiler, die durchs Waschtal führt. Der Gemeindeverbindungsweg auf der anderen Seite der B 10 hingegen kann auch von Radfahrern genutzt werden, die eine Verbindung zwischen Hinterweidenthal und Ruppertsweiler oder über die Fußgänger- und Wandererbrücke am Ständenhof nach Münchweiler suchen. Noch bis Ende des Monats sollen die Arbeiten andauern, die aus dem 600 Meter langen, schmalen Erschließungsweg von der K 36 (Ruppertsweiler) zur Bunkeranlage auf der Kuppe der Walmersbach eine durchgehend sechs Meter breite Fahrbahn machen. Diese spätere Kreisstraße soll von langsamen Fahrzeugen, die nicht auf der vierspurigen B 10 verkehren dürfen, benutzt werden. Kostenpunkt des Ausbaus: 100.000 Euro. Die Arbeiten umfassen auch die Schaffung von Entwässerungsmulden. Um einen Planungsfehler habe es sich nicht gehandelt, als dieser Erschließungsweg erst vor einigen Jahren gebaut wurde, versicherte Ertel. Der damals angelegte Weg muss nun auf Kreisstraßen-Niveau verbreitert werden. Im weiteren Verlauf Richtung Hinterweidenthal von der Kuppe der Walmersbach bis zum Abzweig nach Salzwoog (L 487) wird die Straße zurzeit noch als Baustellenumfahrung für die B 10 genutzt. Wenn dieser Abschnitt der vierspurigen B10 – voraussichtlich rechtzeitig zur Landtagswahl im April 2016 – in Betrieb genommen wird, soll dieser Teil des künftigen Gemeindeverbindungswegs von 7,50 auf ebenfalls sechs Meter Breite zurückgebaut werden. Dann hat die neue Kreisstraße entlang der B 10 eine durchgängige Breite von sechs Metern. Ein separater Radweg ist laut Ertel nicht vorgesehen, da der durch den Rückbau freiwerdende Platz für die Errichtung des Wildschutzzauns benötigt werde. Außerdem habe es „aus der Region bisher keinen Wunsch und keine Forderung nach einem Radweg gegeben“, sagte der Leiter des Landesbetriebs. (ow)

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