Rheinpfalz Verkehrsführung nicht sinnvoll

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Die bis gestern Abend geltende Verkehrsführung während der Bauarbeiten an der Bahnbrücke, die nahe dem Katharinenhof über die B 10 führt, sei nicht sinnvoll gewesen, kritisiert der südwestpfälzische Grünen-Chef Bernd Schumacher. Wie berichtet, hat die Ampelregelung zu kilometerlangen Staus in beide Fahrrichtungen und großem Ärger bei den Autofahrern geführt.

Bereits am Freitagnachmittag – die Verkehrsregelung galt ab 8 Uhr – hatte sich Schumacher mit der Frage an die für die Genehmigung zuständige Kreisverwaltung gewandt, warum die Verkehrseinschränkung ohne Ankündigung und Umleitungsbeschilderung ausgerechnet an einem verkehrsreichen Wochenende genehmigt worden sei. Zusätzlicher Verkehr kam wegen des DFB-Pokalspiels Hauenstein-Leverkusen in Pirmasens auf die B 10, zudem war die Ausweichstrecke in Dahn wegen des dortigen Stadtfestes gesperrt. Kreissprecher Ruven Fritzinger antwortete gestern auf Schumachers Anfrage, dass die Bahn – mit ihrer DB Bahnbaugruppe GmbH in Dresden – die Arbeiten an der Brücke am 8. August beantragt hatte. Am Dienstag vergangener Woche habe die Kreisverwaltung das Projekt genehmigt, allerdings nicht für den gewünschten Zeitraum von zwei Wochen, sondern nur für vier Tage, vom vergangenen Freitag, 8 Uhr, bis gestern Abend, 18 Uhr. „Die Verpflichtung, die Öffentlichkeit zu informieren, liegt grundsätzlich immer beim Antragsteller, also hier bei der Bahn“, so Fritzinger. Dieser Verpflichtung war die Bahn AG allerdings nicht nachgekommen, und die Polizei hatte, wie gestern berichtet, wie üblich nur den Verkehrswarnfunk der Radiosender informiert. „Wir nehmen diesen Fall allerdings zum Anlass, künftig bei Maßnahmen, die von uns genehmigt werden, die Informationen zusätzlich über die Kreisverwaltung an die Presse weiterzugeben“, kündigte Fritzinger an. Dies gilt allerdings nicht für Baustellen, die der Landesbetrieb Mobilität einrichtet, da sich dieser die Genehmigungen dafür selbst erteilt und deshalb auch die Öffentlichkeit informiert, teilte Kreissprecherin Ulla Eder ergänzend mit. Schumacher zeigt sich mit der Antwort der Kreisverwaltung unzufrieden und fragt: „Hätte man nicht besser eine Verkehrsführung angeordnet, die ohne Unterbrechung des Verkehrsflusses auf der B 10 auskommt? Hätte man nicht andere Verkehrsführungen prüfen müssen? Hätte man nicht die sinnvollere zweispurige Verkehrsführung mit getrenntem Begegnungsverkehr unter der Bahnüberführung hindurch, flankiert von einer Tempobeschränkung und einer kurzzeitigen Verengung der Richtungsfahrbahnen, erwägen müssen?“ Schumacher verlangt von der Kreisverwaltung künftig eine gewissenhaftere Prüfung, wobei die Belange der örtlichen Bevölkerung, besonders der Anwohner der Ausweichstrecken, und der Verkehrsfluss Vorrang haben müssten vor den Interessen des Bauträgers, möglichst einfach und kostengünstig davonzukommen. |ow

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