Rheinpfalz Verkehrs-Gefahren: Polizei beklagt schon 28 Motorrad-Unfälle

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KAISERSLAUTERN. 28 Unfälle, sieben schwer- und neun leichtverletzte Zweirad-Fahrer – und das bereits bis Ende Februar: Mit Besorgnis blickt die Polizei auf diese Entwicklung der Zahlen, hinter denen jeweils Unfälle mit Motorradfahrern im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums Westpfalz stehen.

Im Schnitt fast jeden zweiten Tag ein Unfall mit Beteiligung eines Kraftrads – das lässt bei den Verkehrssicherheits-Experten der Polizei schon die Alarmglocken schrillen. „Und dabei fängt die Motorradsaison jetzt ja erst richtig an“, so ein Sprecher des Präsidiums Westpfalz gestern. Beim Blick auf die 28 Unfälle im Jahr 2015 stellt die Polizei fest, dass als Hauptursache einmal mehr unangepasstes Tempo die wesentliche Rolle spielt. Dabei paare sich die überhöhte Geschwindigkeit mit der mangelnden Fahrpraxis. Ein weiterer wesentlicher Faktor sei die Selbstüberschätzung, die so mancher Biker an den Tag lege. Jene unglückselige Kombination sei alljährlich wieder gerade in den ersten Monaten des Jahres zu beobachten, weiß die Polizei aus Erfahrung. Die Frage, die sich Motorradfahrer daher gefallen lassen müssten, laute: „Muss das sein? Und die klare Antwort heiße: Nein“, so die Botschaft der Polizei. Die Saison dauere noch gute sieben Monate an, also bleibe Zeit genug, um die Freiheit auf zwei Rädern ausgiebig zu genießen. Dazu sollten allerdings auch einige Voraussetzungen gegeben sein. So zum Beispiel die körperliche Fitness, der ordnungsgemäße Zustand des motorisierten Zweirads und nicht zuletzt auch fahrerisches Können. In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei an Motorradfahrer, an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Dies sei nichts Ehrenrühriges und solle nicht aus falscher Eitelkeit abgetan werden. Die Polizei kündigt auch wieder Kontrollen auf beliebten Motorrad-Routen an. (cha)

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