Rheinpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Trulben: Pfarrer Marcin Brylka wird ins Amt eingeführt

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Der neue Kooperator der katholischen Pfarrei Heiliger Wendelinus Trulben, Pfarrer Marcin Brylka, wird am Sonntag, 13. Oktober, 9 Uhr, im Rahmen eines Patronatshochamtes in der Herz-Jesu-Kirche Niedersimten in sein Amt eingeführt. Seit 1. Oktober hat er die Stelle von Pfarrer Christof Anselmann inne.

Anselmann war sechs Jahre in den Gemeinden der Pfarrei Hl. Wendelinus Trulben tätig und übernahm zum 1. August die Leitung der Pfarrei Hl. Franz Xaver in Lauterecken. Der neue Kooperator war nach seiner zweijährigen Kaplanszeit in Maria Himmelfahrt Herxheim bei Landau leitender Pfarrer der Pfarrei Hl. Martin in St. Ingbert.

Wie der 1967 in Schlesien, nicht weit vom Wallfahrtsort St. Annaberg im Bistum Opole (Oppeln), geborene Marcin Brylka zum Priestertum kam? Das könne er selbst kaum verstehen, sagt Brylka. Mit etwa fünf Jahren war er im Spiel über einen Friedhof gelaufen, erinnert er sich, als er plötzlich vor einem leeren Grab stand, in dem noch einige Knochen lagen. „Da muss doch etwas nachkommen. So will ich nicht enden“, dachte sich der Junge. Ein Gedanke, der ihn nicht mehr losließ und den er vielen Menschen vermitteln wollte. Und so reifte in ihm der Wunsch, Priester zu werden. Ein mühsamer Weg in einem Land, das zur damaligen Zeit vom Kommunismus beherrscht war. „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird nicht verloren gehen.“ Diesen Satz aus dem Johannes-Evangelium wählte er nach Grundschule, Technikum mit Abitur und sechsjährigem Studium im Priesterseminar in Nysa (Neisse) im Juni 1992 bei seiner Priesterweihe als Primizspruch. Und er begleitet ihn bis heute.

Nach seiner Weihe absolvierte Brylka bis 1997 in der Bischofsstadt Opole seine erste Kaplanstelle. Dann kam er in die Diözese Speyer. Der Kaplanszeit in Herxheim folgten zwei weitere Kaplanjahre in Rohrbach. 2001 wurde er dort zum Pfarrer ernannt. Nach insgesamt 20 Jahren in Rohrbach hat sich Brylka aus gesundheitlichen Gründen zu einem Wechsel entschieden.

Der 52-Jährige wurde am 22. September in seiner bisherigen Pfarrei verabschiedet und hat inzwischen seine neue Stelle angetreten. Brylka wohnt im Pfarrhaus direkt neben der Herz-Jesu-Kirche Niedersimten. Am Festtag des Ordensgründers Franz von Assisi am vergangenen Freitag feierte er erstmals mit dem Pfarrer Walter Augustin Stephan in der Kirche St. Stephanus Trulben einen Gottesdienst. Zu seinem Dienstantritt als Kooperator gibt er den Gläubigen mit auf den Weg: „Gemeinsam wollen wir den von Gott für uns vorgesehenen Glaubensweg gehen, ich mit Ihnen als Christ, ich für Sie als Priester.“

Das Pastoralteam der Pfarrei wählte den kommenden Sonntag für die Einführung Brylkas, weil dann das Patrozinium der Niedersimter Herz Jesu Kirche und das Große Gebet für alle zehn Gemeinden der Pfarrei gefeiert wird. An das Patronatshochamt schließt sich die Aussetzung des Allerheiligsten und stille Anbetung an. Ab 11 Uhr gibt es verschiedene Gebetszeiten von jeweils etwa 20 Minuten. Um 12.30 Uhr folgt die Abschlussandacht mit sakramentalem Segen. Um 13 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen im Gemeindeheim.

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