Rheinpfalz Trauer bei Hager, Michelin und Terex

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Persönliche Bekundungen der Anteilnahme gab es gestern vielfach von deutschen Arbeitnehmern an ihre französischen Kollegen am Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter der Mittagsschicht im Michelin-Reifenwerk in Homburg nahmen geschlossen an einer Gedenkminute teil.

Rund die Hälfte der 1200 Mitarbeiter sind Franzosen. Laut Werkschef Cyrille Beau wird sich Michelin Homburg an der dreitägigen, vom französischen Präsidenten Hollande angeordneten Staatstrauer beteiligen. Als sichtbares Zeichen wurden die Flaggen am Werkseingang auf Halbmast gesetzt. Auch beim deutsch-französischen Unternehmen Hager trauerte man gestern in Blieskastel. Rund 100 der 1200 Mitarbeiter im Werk für Elektro-Zählerkästen und andere Installationen sind Franzosen. Der heute mehr als 11.000 Mitarbeiter beschäftigende Konzern hat seit 1959 zwei Sitze, in Blieskastel und im französischen Obernai. Beim Zweibrücker Kranbauer Terex, der 180 Mitarbeiter aus Frankreich im pfälzischen Werk beschäftigt, herrschte gestern Fassungslosigkeit. „Die Kollegen haben ihre Anteilnahme zum Ausdruck gebracht. Vielen fehlten verständlicherweise aber einfach die Worte“, gab der selbst in Frankreich wohnende Betriebsratsvorsitzende Eduard Glass die Stimmung wieder. Glass, auch Gewerkschaftsfunktionär, gab zu bedenken, dass es jetzt auch am Arbeitsplatz geboten sei, den Terrorakt von dem Zustrom von Flüchtlingen unterschieden. Ausländerfeindlichem Gedankengut dürfe nirgends, in der Gesellschaft insgesamt wie in den Betrieben, ein Millimeter Platz eingeräumt werden. (cps)

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