Rheinpfalz Training im Freien muss warten
Bereits im Oktober vergangenen Jahres sollte die neue Außensportanlage am Veldenz Gymnasium Lauterecken fertiggestellt werden. Doch jetzt wird wieder daran gearbeitet. Weil eine Rinne nicht richtig eingebaut worden war, konnte der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden. Die für Mai geplanten Bundesjugendspiele werden im September nachgeholt.
Die mangelhafte Rinne wurde bereits ausgebaut und am Mittwoch begann der erneute Einbau. Wie die Pressesprecherin der Kreisverwaltung Kusel, Karla Hagner, auf Anfrage erklärte, war dieser Mangel zwar schon im vergangenen Jahr aufgefallen und beanstandet worden, habe jedoch im Winter aufgrund der Witterung nicht behoben werden können. Entsprechend seien auch manche Folgearbeiten nicht möglich gewesen. Hagner ist sich bewusst, dass der Platz bereits „relativ fertig ausgesehen hat“, allerdings seien die Arbeiten notwendig, um Folgeschäden zu vermeiden. Durch den Rückbau der Rinne, die für die Entwässerung des Platzes wichtig ist, wurden auch umliegende Bereiche in Mitleidenschaft gezogen. Da nur dieser eine Mangel behoben werden muss, sollen die Arbeiten planmäßig Mitte bis Ende Mai abgeschlossen werden. Doch auch jetzt sei die Durchführung der Arbeiten vom Wetter abhängig, erklärte Hagner. Für die Verlegung des Kunststoffbelags wird nämlich eine Trockenphase benötigt. Weiter berichtete sie, dass der ursprüngliche Fertigstellungstermin im Herbst auch ohne diesen Mangel nicht hätte eingehalten werden können, weil sich auch die Verlegung des Kunstrasens etwas verzögert habe. Der Schulleiter des Veldenz Gymnasiums, Stefan Weber, bewertet die direkte Beseitigung des Mangels als sehr positiv. Außerdem lobte er die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung und erklärte, dass diese auch Druck mache, damit die Fertigstellung bald erfolge. Trotzdem wurden die für den Mai geplanten Bundesjugendspiele verlegt, denn „die Schüler müssen für die Wettkämpfe trainieren können, das würde jetzt keinen Sinn machen“. Mit den Sportlehrern wurde daher beschlossen, das Training in Ruhe zu absolvieren und im September die Bundesjugendspiele nachzuholen. Der Baulärm sei erträglich – Webers Zimmer befindet sich in unmittelbarer Nähe der Baustelle – und die Absprachen gut. So habe beispielsweise während der Abiturphase Ruhe geherrscht. Problematischer sei es, dass die Schüler den Sportplatz schon lange recht fertiggestellt sehen. „Das ist, als stünde da ein leckeres Essen, man ist hungrig, darf aber noch nicht zugreifen, weil die Petersilie fehlt“, berichtet Weber lachend. Gerade für die Sportbegeisterten sei es frustrierend, bei dem Wetter verhältnismäßig oft in der Halle zu sein. Aber es ist ein Ende in Sicht und daher werden schon erste Überlegungen zur Eröffnung angestellt.