Rheinpfalz Tief eingetaucht in Leben der Vorfahren

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Jettenbach. Klaus Leonhard erforscht seit 35 Jahren die Geschichte seiner Familie und seiner Gemeinde. Ein aufschlussreiches Dokument ist dafür das

Leonhard war selbstständiger Raumausstatter. Das Interesse an seinen Vorfahren war der Anlass, sich genauer mit der Geschichte seiner Familie zu beschäftigen. Deshalb verwendete er einen Teil seiner Freizeit, um in verschiedenen Archiven Unterlagen zu studieren. Das Ergebnis war ein großer und dekorativer handgeschriebener Stammbaum und eine Reihe von Bänden mit Exzerpten und Kopien. Inzwischen ist er im Ruhestand, benutzt einen PC und arbeitet zurzeit an einem Buch, das noch ausführlicher von den Leonhards in Jettenbach handeln soll.

Bei seinen Forschungen war Leonhard sehr erfolgreich. Er konnte nachweisen, dass die Familie ursprünglich in Okarben in der Wetterau beheimatet war, wo der Stammbaum bis in das Jahr 1512 zurückreicht. Franz Christian Leonhard, der in die Pfalz zog, war 1692 als Sohn des Postwirts Peter Leonhard geboren worden. Seine Mutter war die Pfarrerstochter Eva Catharine Gebhard, deren Vorfahren Familienforscher sogar bis 1263 zurückverfolgen konnten.

Franz Christian studierte Theologie, kam 1717 als Pfarrdiakon nach Lauterecken und wurde später Hauslehrer in Reichenbach. Dort bekam er 1722 die Pfarrstelle, zu der auch Jettenbach und Kollweiler gehörten. 1742 wurde Jettenbach eine eigene Pfarrei, und einer der ersten Pfarrer war Georg Christian Krieger, der aus dem rheinhessischen Gensingen stammte. 1747 heiratete er Anna Maria Susanna, die Tochter seines Reichenbacher Amtsbruders. Aber trotz der Verbindung gab es Spannungen zwischen den beiden Pfarrern, die einige Eingaben bei verschiedenen Kirchenbehörden zur Folge hatten. Denn Reichenbach bezog noch lange die Hälfte des Kirchenzehnts von Jettenbach und Kollweiler, der zur Besoldung des Jettenbacher Pfarrers gedacht war. Schließlich einigte man sich, Krieger den vollen Kirchenzehnt von Jettenbach zukommen zu lassen. Dadurch verbesserten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie, Krieger konnte einen Hof und Land kaufen und war als Landwirt recht erfolgreich.

Dafür ist das

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