Rheinpfalz Teuerster Ausbau einer Straße im Nachbarkreises
Drei Monate lang waren Streckenabschnitte der Kreisstraße 65/Südliche Weinstraße von Annweiler-Sarnstall bis zur Grenze zum Kreis Südwestpfalz vor Lug voll gesperrt. Am Donnerstagnachmittag gab Landrat Dietmar Seefeldt das erneuerte Straßenstück offiziell wieder frei.
Vom 1. August bis 2. November waren die Straßenarbeiter der Firma Stutz aus Kirchheim zwischen Sarnstall und der Kreisgrenze zur Südwestpfalz beschäftigt. Im Bestand der Straßen des Landkreises Südliche Weinstraße sei es bisher der teuerste Ausbau gewesen, sagte Landrat Seefeldt bei der Straßenfreigabe am Donnerstag. Der 3,5 Kilometer lange Streckenabschnitt habe Kosten von mehr als 1,32 Millionen Euro verursacht. Der Landkreis habe 635.250 Euro beigesteuert, wovon 105.000 Euro nicht förderfähig gewesen seien, da man sie lediglich für die Erneuerung des Straßenbelags verwendet habe. Das Land hat 789.750 Euro zugeschossen. Um den Verkehrsfluss möglichst wenig zu beeinträchtigen, sei man in drei Bauabschnitten vorangegangen. Martin Schafft, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Speyer, erläuterte, die Straße sei relativ schmal, zwischen fünfeinhalb und sechs Metern breit, werde aber dennoch vom Verkehr stark belastet. Falls große Fahrzeuge einander begegneten, habe man daher auf einer Strecke von 1,9 Kilometern die Fahrbahnränder mit einem speziell angefertigten Bankett zum Ausweichen versehen. Das sei nicht billig gewesen. Überwiegend habe man das Hochbauverfahren angewendet, merkte Schafft an. Allerdings sei am Straßenstück zwischen der Firma Buchmann und der Landesstraße 490, die durch Sarnstall führt, lediglich die Fahrbahndecke erneuert worden. Den Einmündungsbereich habe man übersichtlicher angelegt. Verbandsbürgermeister Christian Burkhart machte auf die Gefahren für Radfahrer aufmerksam. Er habe bereits Vorstellungen, wie man zwischen Lug und Sarnstall unter Benutzung von Feldwegen eine Ausweichstrecke anlegen könnte.