Rheinpfalz Streit um Fahrpreis

„Fahrt doch einfach nicht mehr mit uns, wenn es euch nicht passt!“ soll die Antwort eines Dahner Mietwagen-Unternehmers auf eine Beschwerde von acht Fahrgästen gewesen sein. Diese acht Insassen werfen dem Inhaber vor, seine Monopolstellung im Dahner Tal durch überhöhte Preise auszunutzen.
Diese Anschuldigung streitet der Dahner Unternehmer ab. Er führt aus: „Mein Betriebssitz ist in Dahn. Ich kann nicht in Hinterweidenthal für eine innerörtliche Fahrt einen Wagen bestellen und denken, ich komme kostenlos von Dahn angefahren.“ Grund für die Auseinandersetzung war der Festpreis von 15 Euro, der für eine Fahrt von wenigen Kilometern innerorts berechnet wurde. Die acht Hinterweidenthaler waren auf dem Weg von der Bergstraße zum SVH-Open-Air-Festival am Sportplatz in Hinterweidenthal. Sie riefen sich ein Taxi und gerieten in Streit mit dem Fahrer über den festgelegten Fahrpreis. „Wir haben den Fahrer darauf hingewiesen, dass wir gerne nach Taxameter fahren würden, er verneinte dies jedoch.“ Der Dahner Taxi-Unternehmer sagte auf Anfrage der RHEINPFALZ, dass seine Acht-Sitzer Busse keine Taxen, sondern Mietwagen seien. Daher würden sie nicht mit Taxameter ausgestattet sein, sondern mit Wegstreckenzählern. Diese errechnen keinen vorgeschriebenen Preis für die gefahrene Strecke. „Vom Gesetz her bin ich nicht gezwungen den Wegstreckenzähler einzuschalten, der Fahrpreis ist verhandelbar“, so seine Stellungnahme. Der Preis setze sich aus der Anfahrt von Dahn nach Hinterweidenthal, der hinterlegten Strecke und den Abnutzungskosten für das Fahrzeug zusammen. „Wobei ich im konkreten Fall noch nicht den Zuschlag für einen Acht-Sitzer gerechnet habe. Das ergibt bei acht Personen einen Preis von zwei Euro pro Person, was ich für gerechtfertigt halte.“ Seine knappe Antwort und das Auflegen des Hörers während des Anrufes eines Fahrgastes bei ihm in Dahn, erklärte der Inhaber so: „Da die junge Frau schon sehr laut und aggressiv war und mich als Betrüger beschuldigte, legte ich auf, weil ich mich nicht anschreien und beleidigen lasse.“ Eine Sprecherin der Verbandsgemeinde in Dahn bestätigte während einem Telefonat mit der RHEINPFALZ, dass Ruftaxen und Mietwagen nur über Wegstreckenzähler und keine Taxameterverfügen. Zudem betonte sie während des Gesprächs: „Bei uns ist keine konkrete Beschwerde gegen ein Taxi-Unternehmen in Dahn eingegangen.“ (phie)