Rheinpfalz Straßenmeisterei versprüht Sicherheit

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Was auf rheinland-pfälzischen Autobahnen schon seit Jahren mit Erfolg angewendet wird, soll nun auch auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in der Südwestpfalz für schnelle Sicherheit bei Reifglätte und überfrierender Nässe sorgen: der Einsatz von Flüssigsalz. Dafür wird in Burgalber Gewerbegebiet Schorbach eine Pilotanlage errichtet.

Die Anlage zur Herstellung von Feuchtsalz besteht laut Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität in Kaiserslautern, dem die Masterstraßenmeisterei Waldfischbach-Burgalben untersteht, aus mehreren Teilen: das 100 Kubikmeter fassende Salzsilo, die beiden doppelwandigen Natriumchlorid-Lagertanks mit jeweils 65 Kubikmetern und einem Soleerzeuger, der „eingehaust“, also in einem Gebäude untergebracht wird. Da das Silo vier Meter höhe wird, als es der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet erlaubt, war die Zustimmung der Gemeindegremien notwendig, die in der vergangenen Woche gegeben wurde. Die Funktionsweise ist recht einfach. Aus dem Silo wird Trockensalz in den Mischer gefüllt und Wasser zugesetzt, sodass eine Sole entsteht, die gut dosiert auf der Fahrbahn versprüht werden kann; in der Fachsprache heißt das „FS 100 Streuung“, was „Feuchtstreuung zu 100 Prozent“ bedeutet. Vorteile gegenüber reinem Salz seien, dass die Tauwirkung auf Straßen, die leicht überfroren sind, schneller einsetzt und sich die Flüssigkeit besser verteilt sowie nicht weggeweht werden kann. Nicht zuletzt: Es werde weniger Salz benötigt und dadurch die Natur weniger beeinträchtigt. Laut Lutz wird die Anlage im Frühjahr, nach der kommenden Wintersaison, errichtet. Die Investitionskosten bezifferte er mit 100.000 Euro. Das bisherige Salzlager bleibe bestehen. Es werde weiterhin bei stärkerer Eisbildung und Schneefall benötigt. |ow

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