Rheinpfalz Steine wie Hölzer haben Vor- und Nachteile

Für manchen Bauherren fängt die Qual der Wahl beim Material für einen geplanten Neubau an. Grundsätzlich kann der notwendige Wärmeschutz sowohl durch eine Holzständer- als auch durch eine Massivbauweise erreicht werden.
Die häufigste Wandkonstruktion für neue Häuser ist die massive Mauer. Sie wird aus hoch wärmedämmenden Steinen oder aus etwas dünneren Steinen mit zusätzlicher Dämmschicht errichtet. Bei beiden Bauweisen entstehen Wanddicken von 40 bis 50 Zentimetern. Da die Dämmschicht bei einer Holzständerbauweise hauptsächlich innerhalb der tragenden Konstruktion liegt, kann hier mit geringeren Wandstärken gebaut werden. Das ist vorteilhaft, wenn das Grundstück klein ist. In den Baukosten pro Quadratmeter unterscheiden sich die Materialien nach Angaben der Energieberater der Verbraucherzentrale (VZ) kaum.
Massive Wände schützen besser vor Schall. Vorteile der Holzständerbauweise sind die meist kürzere Bauzeit und der geringere Feuchtigkeitseintrag während der Bauphase. Außerdem kann eine standardisierte Qualitätssicherung bei den vorgefertigten Bauteilen von Vorteil sein, vorausgesetzt es gibt eine güteüberwachte Fertigung. Beim Massivhaus sind die Gestaltungsmöglichkeiten etwas größer, vor allem dann, wenn man mit einem freien Architekten baut. Eine Bauüberwachung ist hier in allen Bauphasen gut möglich und empfehlenswert.
Ob Massivbau oder Holzständerbauweise - entscheidend für die Höhe der Heizkosten in den folgenden Jahrzehnten ist der energetische Standard, der möglichst frühzeitig festgelegt werden sollte. Da man mit einem neuen Haus Fakten für lange Zeit schafft, die später nur schwer zu korrigieren sind, sollte man über die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung deutlich hinausgehen. Außerdem sollte auch noch Wert auf ein Konzept für die Luftdichtheit der Gebäudehülle und auch auf die Reduzierung der Wärmebrücken gelegt werden. (msw/wuw)