Rheinpfalz
Steinbach: Verbindungsradweg Henschtal- Brücken nimmt langsam Formen an
Seit 2016 wird er geplant, jetzt rückt er langsam näher: ein Radweg von Henschtal bis Brücken. Der Gemeinderat von Steinbach, auf dessen Gemarkung der größte Teil liegt, hat sich am Donnerstagabend erneut mit dem Vorhaben befasst.
Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz hatte den Punkt zusätzlich auf die Tagesordnung gesetzt. Wie er erklärte, habe man schon vor drei Jahren mit der Planung eines Radweges angefangen, dann sei der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit eingestiegen, weil es ein überregionaler Verbindungs-Radweg zwischen Glan- und Ohmbachtal sei. Geführt werden soll er über bestehende Wirtschaftswege. Wie Fehrentz auf Anfrage der RHEINPFALZ erläuterte, soll die Strecke komplett ausgebaut werden, was Kosten von 1,5 Millionen Euro verursacht. Allein 1,25 Millionen entfielen auf die Gemeinde Steinbach. Weil es aber Zuschüsse vom LBM und dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum gebe, belaufe sich der Eigenanteil der Gemeinde nur noch auf 126.000 Euro. 2017 habe man für die Planung schon 41.000 Euro ausgegeben, die hiervon abzuziehen seien. Nach längerer Aussprache stimmte der Rat dem Vorhaben zu.
„Keine riesigen Baugebiete“
Im Rat wurde der Flächennutzungsplan erstmals vorgestellt. Nach Aussage des Ortsbürgermeisters ist nur auf drei kleineren Parzellen von insgesamt 1,4 Hektar eine Entwicklung möglich, es werde „keine riesigen Baugebiete“ mehr geben. Bei einer Parzelle warte man noch auf eine Stellungnahme des Bergbauamtes. Bei der Vorstellung des Flächennutzungsplans arbeitete der Gemeinderat erstmals mit dem neu angeschafften Beamer – „neue Technik hat auch bei uns Einzug gehalten“, freute sich Fehrentz.
Mit drei Personen war das Forstamt in die Sitzung gekommen, um das Forsteinrichtungswerk vorzustellen, das Georg Bauer von Landesforsten ausführlich erklärte. Der Rat nahm den Vorschlag einstimmig an. Nichts dagegen hatte er, dass die Gemeinde Krottelbach aus dem Forstrevier austreten will – allerdings dürften Steinbach keine Mehrkosten entstehen.
Erfreulicher Abschluss
Dass es in Steinbach eine vergleichsweise geringe Pro-Kopf-Verschuldung gibt, zeigte der Jahresabschluss 2017: Bei den Investitionskrediten liegt diese bei 140 Euro, bei den Kassenkrediten bei 332 Euro. In der Ergebnisrechnung wurde ein Jahresüberschuss von 82.500 Euro erzielt, in der Finanzrechnung von 75.000 Euro – da fiel es den Gemeinderäten nicht schwer, zuzustimmen.
Weitere Themen
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- Für den Spielplatz hat Fehrentz neue Geräte zum Preis von 7500 Euro bestellt.
- Die Bäume auf dem jüdischen Friedhof sollen auch ins Baumkataster aufgenommen werden.
- Der Glasfaserausbau soll bis zum Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.