Rheinpfalz Steffi Körbel Ortsbürgermeisterin

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Im dritten Anlauf hat es geklappt, Quirnbach hat einen neuen Ortsbürgermeister. Richtiger: eine neue Ortsbürgermeisterin. Der Rat wählte am Donnerstagabend Steffi Körbel ins Amt. Die 49-Jährige löst Hans Harth ab, der zehn Jahre die Amtsgeschäfte geführt und mangels Kandidat noch kommissarisch bis zum Jahresende zu amtieren bereit war. Zuvor hatte sich zweimal niemand für das Amt gefunden.

Die neue Ortsbürgermeisterin gehört schon seit Jahrzehnten dem Ortsgemeinderat an. Sie setzt mit ihrer Wahl eine kleine Familientradition fort. Bereits ihr Vater und Großvater waren kommunalpolitisch in Führungspositionen aktiv. Ihr Vater Karl Klein fungierte als Beigeordneter der Ortsgemeinde, ihr Großvater war in der damals eigenständigen und jetzt zu Quirnbach gehörenden Ortsgemeinde Liebsthal Ortsbürgermeister. Gegenüber der „RHEINPFALZ“ begründete Körbel ihren späten Endschluss zur Kandidatur damit, dass sie bei der ersten Sitzung nach den Kommunalwahlen an einem Bandscheibenvorfall laborierte und bei der zweiten Sitzung insgeheim gehofft habe, dass Harth sich doch noch bereiterklären würde, im Amt zu bleiben. Zudem habe sie zunächst die zusätzliche Belastung abgeschreckt. Denn Körbel arbeitet nicht nur in ihrem Beruf – sie ist diplomierte Kauffrau –, sondern ist noch als Chorleiterin tätig. Da viele Bürger sie aufgeforderte hätten wegen ihres guten Ergebnisses bei den Ratswahlen die Nachfolge Harths anzutreten, habe sie sich zu dem Schritt entschlossen. Dieser Entschluss habe nichts mit dem Schreiben von Hans-Jürgen Böckels zu tun, der bei der VG-Verwaltung eine Kandidatur für das Amt angekündigt hatte, sollte sich aus dem Rat niemand finden. Der bisherige Ortsbürgermeister verlas nun auf der Sitzung ein weiteres Schreiben Böckels, in dem dieser seine Zufriedenheit offenbarte, dass sich ein neuer Amtsinhaber gefunden habe. Auch Verbandsbürgermeister Klaus Müller zeigte sich erfreut, er sei „heilfroh“ über die Wahl. Andernfalls hätte doch der falsche Eindruck entstehen können, dass die Dorfgemeinschaft in Quirnbach nicht funktioniere, was überhaupt nicht zutreffe. Die neue Ortsbürgermeisterin hat sich vorgenommen, gemeinsam mit dem Rat dazu beitragen, dass „Quirnbach lebens- und liebenswert bleibt“. Ihr zur Seite stehen als Beigeordnete Ulrike Becker und Armin Leixner, die vom Rat als Nachfolger von Edwin Becker und Arno Scheuermann gewählt worden waren. Der bisherige Ortsbürgermeister Harth sagte, das Amt habe ihm viele jahrelang viel Spaß bereitet, der aber mit der Zeit immer geringer geworden sei. Dies habe aber nichts mit den Bürgern des Dorfes zu tun, denn sie seien sehr „pflegeleicht“ gewesen. Harth wird weiterhin kommunalpolitisch aktiv sein. Der Leiter der Kuseler Paul-Mohr-Schule gehört noch dem Verbandsgemeinderat und dem Kreistag an. In Harths Schlusssitzung verabschiedete der Rat den Forstwirtschaftsplan 2015, den Revierförster Marcus Siebert vorgestellt hatte. Der Plan sieht einen Fehlbetrag von etwa 800 Euro vor. Für das laufende Jahr war man ebenfalls von einem Minus ausgegangen, doch kann sich Quirnbach über einen Überschuss von mehr als 4000 Euro freuen. Das Gremium stimmte dem Jahresabschluss 2013 zu, der ebenfalls erfreulich ausfiel. Denn das Haushaltsjahr 2013 wird nicht mit 142.000 Euro Minus, sondern nur mit 57.666 Euro abgeschlossen. Die Ratsmitglieder erhöhten zudem die Gemeindesteuern. Der Hebesatz der Grundsteuer B wurde von 350 Prozent auf 365 Prozent und die Gewerbesteuer von 353 Prozent auf 365 Prozent angehoben. Diese Werte entsprechen genau den von der Landesregierung empfohlenen Mindestsätzen. (say/Foto: Sayer)

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