Rheinpfalz Stark befahrene Straßen zuerst

Zum Jahresende läuft das Straßenbauprogramm der Ortsgemeinde Hauenstein für die Jahre 2014 bis 2018 aus. Der Bauausschuss der Gemeinde besichtigte nun Ortsstraßen, die für die Fortschreibung des Programms in Frage kommen. Dabei schälten sich Favoriten heraus.
Zunächst: Das Programm bis 2018 ist nach dem derzeit laufenden Ausbau der Michaelstraße weitgehend abgewickelt. In der Fünfjahresplanung waren außer der Michaelstraße die Pirminiusstraße, die Turnstraße samt dem Kreuzungsbereich zu Burg- und Gartenstraße und ein Teilstück der Dahner Straße ausgebaut worden. Finanziert wurde der Ausbau über wiederkehrende Beiträge, die die Grundstückeigentümer zu leisten haben. Sie liegen bei 15 Cent pro Quadratmeter gewichteter Fläche und Jahr. Im Vorgriff auf das neue Programm wurde bereits beschlossen, dass als nächstes die Schweiäckerstraße und ein Teilstück der Queichstraße (von der Einmündung Gartenstraße bis zur Lindelbrunnstraße) saniert werden sollen. Für die Schweiäckerstraße wurden Ausbaukosten von 325.000 Euro ermittelt, für die Queichstraße 156.000 Euro, wobei hier die Überbauung des Gillenbachs noch nicht abschließend bewertet ist. In beiden Straßen soll 2019 gebaut werden. Der Werksausschuss der Verbandsgemeinde hatte in seiner jüngsten Sitzung bereits die Planung für die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten der Queichstraße genehmigt und zur Ausschreibung freigegeben. Hier werden Kosten von 30.000 Euro für die Kanalarbeiten und von 75.000 Euro für die Wasserleitung erwartet. Für die Schweiäckerstraße rechnet man mit 200.000 Euro für Kanal- und Wasserleitungsarbeiten. Für das neue Programm, das die Jahre 2019 bis 2023 abbildet und für das für die nächsten fünf Jahre bei unverändertem Beitragssatz 2,15 Millionen Euro zur Verfügung stehen, lag dem Bauausschuss eine Liste von elf Straßen vor, deren Sanierung mit unterschiedlicher Dringlichkeit ansteht. „Es ist klar, dass wir nicht alles machen können“, stellte Ortsbürgermeister Bernhard Rödig fest. Er empfahl, die Liste sukzessive abzuarbeiten. Dabei müsse aber darauf geachtet werden, dass „wir die wiederkehrenden Beiträge nicht erhöhen“. Susanne Münch (CDU) schlug vor, zunächst die Straßen zur Sanierung vorzusehen, die besonders stark frequentiert werden und innerörtlich als Verbindungsstraßen dienen. Vor diesem Hintergrund scheinen – so der Tenor im Ausschuss – der dritte Abschnitt der Pirminiusstraße (von der Michael- bis zur Marienstraße), die als Zubringer zu Grundschule und Christkönigskirche und als innerörtliche Umleitung dient, und die Straße Im Seefeld, die den Verkehr zum Schuhmuseum aufnimmt, priorisiert zu werden. Für beide Straßen solle, so Manfred Seibel (Grüne), geklärt werden, ob eine Bezuschussung möglich sein wird. Für das Seefeld rechnet man nach einer groben Schätzung mit Kosten von 524.000 Euro, für die Pirminiusstraße mit 371.000 Euro. Handlungsbedarf sieht der Ausschuss auch Auf der Kuppe (262.000 Euro) und am Schulrech (437.000 Euro), wobei man dort aber die anstehenden Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Am Sonnenhang, die die Straße wohl schwer belasten werden, abwarten will. Man hofft auch, die weniger gravierenden Schäden in der Bergstraße, in der Trifelsstraße, in einem weiteren Teilstück der Queichstraße, dem noch fehlenden Teilstück der Dahner Straße, in der Hedwigstraße und einem Teilstück der Burgstraße mit weniger aufwändigen Reparaturarbeiten beseitigen zu können. Welche Straßenzüge letztlich den Weg ins Straßenbauprogramm finden werden, darüber hat der Ortsgemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen zu entscheiden.