Rheinpfalz Stabile Standbeine und dicke Bleche

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Viele freuen sich auf die Grillsaison. Doch was tun, wenn der Grill aus dem Vorjahr auseinanderzufallen droht und dringend ein neuer her muss? Händler im Kreis Kusel geben Auskunft, worauf zu achten ist.

Die wichtigste Frage ist: Holz- oder Gasgrill, wie Uwe Lukas, Mitarbeiter von Bahnschneider Baustoffe in Lauterecken, erklärt: „Das Grillen mit Gas ist einfach und schnell. Bei Holzkohle muss mehr Zeit eingeplant werden.“ Das liege daran, dass es meist einige Zeit dauere, bis die Kohle angezündet und durchgebrannt sei. Erst dann sollte Grillgut aufgelegt werden. Seinen Kunden empfiehlt Lukas, beim Kauf eines Grills auf mehrere Aspekte zu achten: „Das Blech des Grills sollte auf keinen Fall zu dünn sein, da sonst beispielsweise bei Holzkohlegrills der Boden durchbrennen kann. Außerdem sollte der Grill leicht zu reinigen sein.“ Ein weiterer wichtiger Punkt sind laut Lukas die Standbeine: Diese sollten fest mit dem eigentlichen Grill verbunden sein. Gerade wenn der Grill häufig hin und her bewegt werde, würden die Standbeine stark beansprucht. Bei weniger hochwertigen Modellen seien beispielsweise die Verbindungen zwischen den Standbeinen und auch zwischen diesen und dem Grill oft nicht sehr stabil. Sabine Westphal vom Hela-Baumarkt in Kusel empfiehlt Kunden, sich nicht auf Beschreibungen und Fotos im Internet zu verlassen, sondern das Gerät in Augenschein zu nehmen. „Selbst Laien können mit dem bloßen Auge gewisse Qualitätsunterschiede bei bestimmten Herstellern und Modellen erkennen“, sagt Westphal. Auch ihrer Meinung nach sind dicke Bleche ein Indiz für hohe Qualität. Ob Kunden sich einen teureren Grill kaufen sollten, hänge davon ab, wie oft sie ihn benutzten. „Wer nur einmal im Monat Würstchen und ein paar Schwenker auflegt, braucht nicht unbedingt einen Grill für mehrere Tausend Euro“, sagt Westphal. Einer vierköpfigen Familie empfiehlt die Expertin beispielsweise einen Gasgrill mit einer Fläche von etwa 35 mal 60 Zentimeter und zwei bis drei Brennern. Gute Geräte seien für etwa 300 bis 400 Euro zu haben. Günstigere gebe es für knapp 200 Euro. „Thermostats gehören bei den meisten Herstellern mittlerweile zum Standard“, sagt Westphal. Diese seien auch unerlässlich, um das Grillgut ordnungsgemäß zubereiten zu können. Mietern legt die Expertin nahe, auf dem Balkon nur Elektrogrills zu verwenden. Durch rauchende Holzkohlegrills könnten Nachbarn belästigt werden. Bei mit Gas betriebenen Grills sei das Gefahrenpotenzial höher als bei Elektrogrills. Fett, das in die Flammen des Grills läuft, kann nicht nur zu Rauch, sondern auch zu Fettflammenbrand führen, wie Michael Steuer von Steuer Land- und Gartentechnik in Kusel erklärt. Er empfiehlt seinen Kunden Gasgrills mit einem Trichtersystem, bei denen das Fett in einem Eimer aufgefangen wird und nicht auf die Brenner läuft.

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