Rheinpfalz Sprachförderung: Maßnahmenplan

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Kusel

. Im Nachgang zu unserem Artikel vom Dienstag „Eine Willkommenskultur ist notwendig“ hat sich das rheinland-pfälzische Bildungsministerium gemeldet – kurz nach unserer Recherche Ende Februar ist ein Maßnahmenplan zur Sprachförderung bei Kindern von Migranten und Flüchtlingen in Kraft getreten. Im Rahmen des Maßnahmenplans „Sprachförderung in Schulen“ werden die Fördermittel für neue Sprachfördermaßnahmen in Schulen, für Feriensprachkurse und für Hausaufgabenbetreuung mit Kommunikations-Training um etwas mehr als eine Million Euro aufgestockt, teilt das Ministerium mit. Außerdem werde der Einsatz der bisher schon zusätzlich zum Pflichtunterricht bereitgestellten rund 7800 Lehrerwochenstunden für verschiedene Formen der Sprachförderung vereinfacht. Seit Ende Februar hätten schulische Deutsch-Intensivkurse mit bis zu 20 Stunden Deutschunterricht pro Woche für Schüler ohne Deutschkenntnisse absoluten Vorrang vor anderen Sprachförderungsmaßnahmen. Man wolle dafür sorgen, dass Intensivmaßnahmen bei Bedarf schnell und unbürokratisch eingerichtet werden. Da sich die vernetzte Zusammenarbeit bei der Organisation bedarfsorientierter Sprachförderung an den Schulen bewährt habe, initiiere die Schulaufsicht in Regionen, in denen es einen Bedarf gebe, so genannte Runde Tische. Unter Leitung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sollten so Schulträger, Schulen und weitere lokale Akteure – wie Kirchengemeinden, Weiterbildungsträger, Kindertagesstätten oder Flüchtlingsinitiativen – unter anderem die Sprachförderkonzepte der Schulen weiterentwickeln. Damit schulpflichtige Asylsuchende schnell die deutsche Sprache erlernen und ihnen die Aufnahme in eine Regelschule leichter fällt, wird laut Bildungsministerium außerdem die Lehrkräfteversorgung der Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende des Landes künftig analog zum Ausbau der Standorte ausgeweitet. (red)

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