Rheinpfalz Sparkassen-Fusion: KSK-Verwaltungsrat schlägt Tür nicht zu

KAISERSLAUTERN. Ohne Beschluss ist die Erörterung über die künftige Aufstellung der Kreissparkasse Kaiserslautern im Verwaltungsrat des Geldinstituts zu Ende gegangen. Sie war auf Antrag von Arbeitnehmervertretern am Freitag zustande gekommen.
Hintergrund der Zusammenkunft des Verwaltungsrats waren die bereits angelaufenen Fusionsverhandlungen zwischen der Stadtsparkasse Kaiserslautern und der Kreissparkasse Kusel (wir berichteten bereits ausführlich über die geplante Fusion der beiden Institute) und die daraus resultierende Frage, wie es dann mit der Kreissparkasse Kaiserslautern weitergehen soll. Der Verwaltungsratsvorsitzende des Kreditinstituts, Landrat Paul Junker (CDU), sagte auf RHEINPFALZ-Anfrage nach der Sitzung am Freitag: „Es war eine sehr konstruktive, sachorientierte Diskussion. Wir sind dem Grunde nach so verblieben, wie es in meinem Fazit der Presseerklärung zu lesen war: Die Tür wird nicht zugeschlagen. Wir bleiben − mittelfristig − am Ball.“ Der Landrat bestätigte auch: „Ein formeller Beschluss wurde nicht gefasst.“ In einer Presseerklärung, die am 7. September herausgegeben worden war, hatte Landrat Paul Junker betont, er habe bisher keinen Fusionsbedarf für das Geldinstitut unter Gewährsträgerschaft des Landkreises gesehen – und er sehe ihn derzeit auch nicht. Dies bedeute aber nicht, so erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende damals, dass dies für alle Zeit so gelten müsse. Teilnehmer der Verwaltungsratssitzung bestätigten am Freitagabend gegenüber der RHEINPFALZ einen offenen Gedankenaustausch, in dem beide Seiten ihre Argumente vorgebracht hätten. Der Verwaltungsratsvorsitzende habe die derzeitige Stärke der Kreissparkasse Kaiserslautern herausgestellt. Andere hätten darauf gedrungen, die künftige Aufstellung des Geldinstituts im Auge zu behalten. Einigkeit habe geherrscht, die Entwicklung weiter aufmerksam zu verfolgen. |rdz