Hintergrund
Fußballkreis Kaiserslautern-Donnersberg: Ehrenamtliches Engagement gewürdigt
Ohne die vielen ehrenamtlich Aktiven, zumeist im Verborgenen agierend, würde im Vereinsleben deutlich weniger laufen. Dem Kreisvorsitzenden Klaus Schneider war bei der Preisverleihung die Freude förmlich anzumerken, „derart engagierte Menschen ehren zu dürfen“. Der Kreisehrenamtsbeauftragte Andreas Gödtel ergänzte, wie wichtig diese Form der Wertschätzung für die Geehrten sein kann. Immer wieder bittet er die Vereine um Anregungen und Vorschläge, welche Mitglieder in den Kreis der Geehrten aufgenommen werden könnten. Der Verband biete dafür etliche Möglichkeiten an.
Sie sei Musterbeispiel für jemanden, der immer im Hintergrund agiert - und doch so unersetzlich ist für den Verein, betonte Andreas Gödtel bei der Ehrung. Inge Buch vom TuS Münchweiler hat das Engagement von ihrem Vater geerbt, der sich sogar als Kriegsversehrter für keine Arbeit beim TuS Münchweiler zu schade war. „Schon immer“, wie manche im Verein sagen, war Inge Buch mit dabei, wenn es ums Helfen ging. Nach jedem Spiel und an jedem Wochenende kümmert sie sich um Umkleidekabinen und Duschen, räumt die Küche auf und bringt den Müll raus. Ohne sie würde vieles beim TuS Münchweiler nicht laufen.
FC Phönix Otterbach
Seit drei Jahren führt Claudia Fürschke den FC Phönix Otterbach mit seinen knapp 500 Mitgliedern als Vorsitzende. Davor fungierte sie zehn Jahre lang als Schriftführerin und trainierte G- und F-Jugendmannschaften. Schon mit acht Jahren begann sie mit dem Fußball im Verein. Sie sagt, das ehrenamtliche Engagement habe sie von ihrem Vater geerbt, der ebenfalls viele Jahre aktiver Spieler und anschließend Vorstand des Vereins war. Wenn man sie nach ihren persönlichen Highlights in ihren Ämtern fragt, muss sie nicht lange überlegen: Das Ehrenamt bestehe nur aus Highlights, weil man mit wenigen Mitteln viel erreichen könne.
Seit mehr als 30 Jahren hilft Gerd Dreher vom FV Rockenhausen im Verein mit, wo er kann: ob als Platzwart oder als Betreuer rund um die Mannschaften. Er ist bei den Trainingseinheiten aller Jugendmannschaften dabei, schaltet das Flutlicht ein und aus, pumpt die Bälle auf, richtet die Eckfahnen – nichts ist ihm zu viel. Früher war Gerd Dreher selbst Spieler beim FV Rockenhausen - und heute noch kennt er angeblich von der C-Klasse bis zur Verbandsliga fast jeden Spieler und jeden Trainer aus der Region.
Mit 23 wurde Gerd Haffner Schriftführer des SV Alsenbrück-Langmeil, mit 25 wurde er 1. Vorsitzender. Das blieb er 38 Jahre lang, danach war er noch zehn Jahre lang 2. Vorsitzender. Während seiner Amtszeit entstand aus dem Hartplatz ein Rasenplatz, was die Voraussetzung für eine florierende Jugendarbeit war, die sich im Aufstieg der 1. Mannschaft in die A-Klasse zeigte. Auch im Alter von heute 76 Jahren ist Gerd Haffner noch häufig auf dem Vereinsgelände zu sehen und packt bei vielen Arbeiten rund um Sportplatz und Sportheim mit an.
Im Jahr 2013 war Jörg Hillenbrand einer der Initiatoren für den Mädchenfußball beim TuS Münchweiler. Der Bereich gründete sich damals neu und seither übt er das Traineramt aus. Ein Jahr später hat er die Gesamtverantwortung für den Frauen- und Mädchenbereich übernommen. Als Trainer ist Jörg Hillenbrand Jahr für Jahr mit den Mädchen bis in das Frauenteam hochgerückt, das heute in der Landesliga spielt. Jede Woche bringt er durchschnittlich zehn Stunden für sein Engagement auf. In der aktuellen Saison hat der Verein neben der Frauenmannschaft insgesamt vier Mädchenmannschaften im Spielbetrieb angemeldet.
Tim Menke kam vor drei Jahren zum FSV Kaiserslautern, ein Mannschaftskamerad hatte ihn damals mitgebracht. Seitdem hat Tim kaum ein Training versäumt und ist immer hochmotiviert bei der Sache, betonen Mitspieler, die seine immer lockere und fröhliche Art schätzen, sein angeborener Gendefekt ist da kein Thema. In fast jedem Spiel kommt Tim am Ende für fünf bis zehn Minuten zum Einsatz, so hat er schon fast 40 Spiele für den FSV bestritten. Betreut wird Tim von Paulo Braga, Torwarttrainer und Co-Trainer beim FSV. Er holt Tim häufig von zu Hause zum Training ab und bringt ihn danach auch wieder zurück. Im Training selbst nimmt er Tim genauso ran wie die anderen Torhüter des Vereins. Und er stellt sicher, dass Tim regelmäßig seine Einsätze bekommt. Diesen ganzen Umgang nannte Klaus Schneider „ein absolutes Vorbild für gelebte Inklusion“. Auch der DFB hat auf seiner Homepage schon darüber berichtet, im Fernsehen lief ein Beitrag zu dem Thema.
Als 2006 der Sohn von Gerhard Schimanski bei den Bambini des TuS Göllheim mit Fußball anfing, begann auch seine Trainerlaufbahn. Er trainierte und betreute Jugendmannschaften beim TuS und später beim FJFV Donnersberg bis in die A-Jugend. Seit 2018 ist Gerhard Schimanski in der Vorstandschaft seines Vereins, seit 2019 führt er den Förderverein, dazwischen fungierte er drei Jahre lang als Abteilungsleiter Fußball.
VfL Mannweiler-Cölln
Er gilt als die gute Seele des Vereins. Bei den Spielen der aktiven Mannschaften kümmert sich Björn Kowalkowski um das ganze Drumherum, um die Bälle oder um den Medizinkoffer. Wenn Not am Mann ist, zieht er auch noch die Fußballschuhe für die zweite Mannschaft an. Bei Veranstaltungen ist er der Erste beim Auf- und der Letzte beim Abbau. Seit 2006 fungiert er als Jugendleiter, seit 2022 als Mannschaftsbetreuer.