Rheinpfalz Sparer gehen auf Nummer sicher

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„Wir haben insgesamt ein gutes Wachstum generiert. Das war so nicht zu erwarten in einem schwierigen Umfeld“, resümiert Dieter Jergens, Vorstandsmitglied der VR-Bank Westpfalz, zufrieden das Geschäftsjahr 2013. In der heutigen Vertreterversammlung (19 Uhr, Bürgerhaus Waldfischbach-Burgalben) können Jergens und sein Vorstandskollege Karlheinz Stemler den Vertretern eine positive Bilanz vorlegen und eine Dividende für die Mitglieder von fünf Prozent pro Anteil vorschlagen.

Die Bank habe sich gut behauptet im regionalen Umfeld, sagt Jergens. Auf 467,9 Millionen Euro steigt die Bilanzsumme der Bank, ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Der Jahresüberschuss sinkt zwar, beträgt aber noch 1,156 Millionen Euro. Das haftende Eigenkapital steigt um 6,3 Prozent auf 45,9 Millionen Euro. Im Kreditgeschäft und bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank Zuwächse. „Dabei gilt im Kreditgeschäft nach wie vor, dass wir die Risiken mit besonderer Vorsicht bewerten“, unterstreicht Jergens. Kredite im Wert von 497, Millionen Euro wurden 2013 neu bewilligt, die Kundenforderungen stiegen insgesamt auf 304 Millionen Euro. Getrieben war die Kreditnachfrage durch das niedrige Zinsniveau. Vor allem im Baubereich, inklusive den Themen modernisieren, sanieren, (altersgerecht) umbauen, war die Kreditnachfrage groß. So gut wie keine Rolle mehr spielen Kredite im Bereich der regenerativen Energien, beispielsweise für Photovoltaikanlagen. Hier mache sich die veränderte Förderpolitik bemerkbar. Was Kreditnehmer freut – niedrige Zinsen – ist für Anleger wenig erbaulich. Dennoch stiegen die Kundeneinlagen. Um 7,6 Millionen Euro auf 380,3 Millionen Euro. „Die Leute wollen, dass ihr Geld zumindest sicher verwahrt wird“, stellt Jergens angesichts der nur noch minimalen Zinsen fest. Vertrauen sei ohnehin mittlerweile das Wichtigste im Bankgeschäft und „das bringen uns unsere Kunden entgegen“, sagt Jergens. Gefragt waren, trotz sinkender Zinsen, beispielsweise Tages- und Termingeld. Ein Renner war die dritte Westpfalz-Förderanleihe der VR-Bank Westpfalz. 14 Millionen Euro wurden angelegt. Bei dieser Anleihe verzichten die Anlieger auf die Ausschüttung eines Teils ihrer Zinsgewinne. Diese kommen sozialen Projekten im Geschäftsgebiet der VR-Bank zugute. Was Vertrauen zur Bank anbelangt, so spiegelt sich das für Jergens auch in der Zahl der Mitglieder wider. Erstmals in der Geschichte hat die Bank die 10.000er-Marke bei den Mitgliedern übersprungen. Veränderungen gibt es bei der Höchstgrenze der Mitgliederanteile. 25 (früher 50) Anteile à 50 Euro können gezeichnet werden. Mitglied zu werden, sei eher eine emotionale Geschichte, steht für Jergens fest. Wer Mitglied der Bank werde, sei dieser sicher ein Stück weit treuer. Das zu honorieren, daran arbeite die Bank beständig. 122 Mitarbeiter und acht Auszubildende beschäftigt die Bank. Was die Mitarbeiter der Bank im privaten Bereich antreibt, zeigt der Geschäftsbericht in Bildern. Für Jergens ist die regionale Verwurzelung der Mitarbeiter mit ein Grund, warum Kunden der Bank Vertrauen entgegenbringen. Ganz schwierig sei es angesichts der Lage auf den Finanzmärkten und der wirtschaftlichen Lage in vielen Ländern, Prognosen für die kommenden Jahre zu wagen. Das habe sich erheblich verändert. Früher sei es möglich gewesen, mittelfristig sehr stabil zu planen. „Jetzt müssen wir oft kurzfristig reagieren. Aber das können wir“, sagt Jergens. Auswirkungen hat die gesellschaftliche und demografische Entwicklung. Der Kundenstruktur und dem verändertem Kundenverhalten muss Rechnung getragen werden. Die Verwaltungskosten stehen ständig auf dem Prüfstand. Anfang 2014 (die RHEINPFALZ berichtete) schloss die Bank drei Filialen, stärkte aber Standorte wie die Filiale in Thaleischweiler-Fröschen.

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