Rheinpfalz „Soll typisch für Waldmohr sein“

«WALDMOHR.» Die Ortsgemeinde Waldmohr hat sich ein neues Logo zugelegt – oder besser gesagt, gleich mehrere: Der Grundentwurf lässt sich für verschiedene Bereiche abändern. Das soll den Wiedererkennungswert steigern, für die Bürger, aber auch beispielsweise im Tourismus-Marketing. Über das Logo und dessen Einsatzmöglichkeiten sprach Regina Wilhelm mit Ortsbürgermeister Jürgen Schneider.
Es dient der Außendarstellung, und es hat einen Wiedererkennungswert für alle Waldmohrer Bürger. Wer hat es entwickelt und nach welchen Vorgaben? Wir haben uns zunächst kreuz und quer Logos angeguckt, von Dörfern und Städten als mögliche Muster. Gleich zu Anfang haben wir uns darauf verständigt, dass das Logo typisch für Waldmohr sein soll mit prägnanten Merkmalen. Da wir eine Fläche mit 40 Prozent Wald haben und auf den Erholungswert hinweisen wollen, war ein Baum als Sinnbild naheliegend. Schnell waren wir uns einig, dass es eine Art Grundlogo geben soll, das leicht verändert für verschiedene Bereiche einsetzbar ist. Das ist übrigens, glaube ich, eine Besonderheit von Waldmohr. Wir haben keine Kommune gefunden, die über Logo-Varianten verfügt. Kreiert hat es die Agentur Röhricht Multimedia Point in Ramstein. Zwei Designerinnen haben es in einem längeren Prozess entwickelt, uns einige Varianten vorgelegt, die wir auch im Gemeinderat diskutiert haben. Die Fraktionen haben sich jeweils Gedanken gemacht und Vorschläge eingebracht, wie die Einzelmerkmale gestaltet werden könnten. Beispielsweise wies das Tourismus-Logo zunächst nur einen Wanderer auf. Da die Gemeinde und das Umland auch über gut ausgebaute Radwege verfügen, darf ein Radfahrer aber nicht fehlen. Er wurde ergänzt. Der Bauhof, mittlerweile Kommunalservice, wurde zunächst mit einem Wägelchen und einer Schippe dargestellt – als Zeichen für die Arbeiter. Das Bild wurde als nicht gut befunden, weil es zu eng gefasst sei. Nun haben wir uns für Pylone entschieden. Die Zusammenarbeit hat sich also als äußerst fruchtbar erwiesen. Die blaue Linie darunter symbolisiert den Glan. Und die schwarze? (lacht) Die ist lediglich dem schickeren Design geschuldet. Hinzu kommen übrigens die jeweils unterschiedlichen kleinen Farbquadrate. Welche Einzellogos gibt es sonst noch? Außer den Logos für Kommunalservice und Tourismus haben wir eins für das Kulturprogramm im weitesten Sinne mit der Orgel der Kultur- und Festhalle als Symbol, eins für den Marktplatz mit dem stilisierten Brunnen, stellvertretend für Wochenmarkt und andere Veranstaltungen, eins für Information mit dem kleinen „i“, das auf Bürgerbüro, Bücherei und Informationen aller Art hinweist, und eins für das Jugendhaus mit einem Häuschen, das für das Gebäude und die Einrichtung steht. Wären denn weitere Unterbereiche denkbar? Sicher. Beispielsweise könnten wir die Kindergärten „Drei Freunde“ und „Bremer Stadtmusikanten“ einbinden, die natürlich derzeit eigene Logos haben. Auch ein eigenes für die Bücherei wäre denkbar. Dann gibt es noch zwei Logos mit den beiden Bäumen, dem Schriftzug Waldmohr und je einem Slogan. „Ja. Waldmohr… ist mehr“. Und: „Waldmohr liebenswert… lebenswert.“ Diese sind frei einsetzbar, wo es passt. Mir persönlich gefällt das erste sehr gut. Das zweite stammt von unserem alten Logo. Wo nehmen die Bürger oder Touristen das Logo wahr? Auf allen offiziellen Seiten und Schreiben der Gemeinde, auf der Homepage und auf Plakaten oder Hinweistafeln. Wie lange hat der Prozess insgesamt gedauert, und wie viel hat die Gemeinde investiert? Etwa ein halbes bis ein dreiviertel Jahr. Offiziell vorgestellt wird es nun beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag. Gekostet hat es einen geringen vierstelligen Betrag. Gab es schon Resonanz seitens der Bürger? Nein, noch nicht. Obwohl wir es schon verwenden, ist es noch nicht so verbreitet. | Interview: Regina Wilhelm