Rheinpfalz Sinkende Wasserpreise zur Bescherung

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Der Gemeinderat Waldfischbach-Burgalben hat in seiner letzten Ratssitzung des Jahres einstimmig beschlossen, den Bürgern das Weihnachtsgeschenk unter den Baum zu legen, das die Gemeindewerke erarbeitet und der Werksausschuss empfohlen hat: die Senkung des Wasserpreises von bisher 2,01 Euro auf 1,92 Euro/Kubikmeter. Gleichzeitig sinken auch die Gebühren für die Wasserzähler.

Wie berichtet, wird diese Preissenkung möglich, weil die Werke nun wieder in ruhigem Fahrwasser unterwegs sind und es zum Abschluss eines Dienstleistungsvertrages mit den Stadtwerken Kaiserslautern kommt, der es der Gemeinde ermöglicht, erforderliche Leistungen günstig einzukaufen, Synergien zu nutzen. Bisher waren diese Leistungen – zum Beispiel Notdienste, Ersatzteile und vieles mehr – in Eigenregie vorgehalten worden. Teilweise mussten die Werke und deren Mitarbeiter dabei an die Belastungsgrenze gehen. Durch die Dienstleistungsvereinbarung gibt es nun Kooperationen und gemeinsame Einkaufsmöglichkeiten. Die finanziellen Vorteile, die daraus resultieren, können in Form der jetzt beschlossenen Gebührensenkung an die Verbraucher weitergegeben werden. In Nachbargemeinden, die beispielsweise von Zweckverbänden oder von der Verbandsgemeinde mit Wasser beliefert werden, liegen die Trinkwassergebühren teils niedriger. Aber Waldfischbach-Burgalben hatte unter anderem vor gut einem Jahrzehnt einen neuen Tiefbrunnen gebohrt, das Wasserwerk saniert, kurz: kräftig investiert, was sich auf die Gebühren ausgewirkt hatte. Dazu kommt, dass das Wasserwerk sehr klein ist, wie das Benchmarking des Landes Rheinland-Pfalz gezeigt hatte. Das hatte in einzelnen Bereichen höhere Kosten zur Folge. An diesem landesweiten Vergleich hatte sich das Werk beteiligt und im Schnitt gute Bewertungen erhalten (die RHEINPFALZ berichtete ausführlich). Die vor über einem Jahrzehnt begonnenen Arbeiten an der Trinkwasserversorgung sind noch nicht ganz abgeschlossen. Tiefbrunnen drei ist inzwischen gebohrt und in Betrieb. Verbunden war das Konzept mit der Auflage, dass der frühere Waldbrunnen (Weihertal) zurückgebaut und der frühere Tiefbrunnen eins zur Messstation umgebaut wird. Diese Arbeiten müssen zwingend erledigt werden, um wieder ein Wasserschutzgebiet zu bekommen. Der Rat beschloss, den Auftrag für die Rückbauarbeiten zum Preis von 115.300 Euro (brutto) an die Firma Aqua Bohr- und Brunnenbaugesellschaft zu vergeben. Verabschiedet wurde der Wirtschaftsplan 2019 für das Wasserwerk. Es wird im kommenden Haushaltsjahr mit einem Gewinn von 5700 Euro gerechnet. Verluste, die in der Vergangenheit im Wasser- und E-Werk aufgelaufen sind (die RHEINPFALZ berichtete mehrfach), müssen nun ausgeglichen werden. Das ist möglich, denn der Rat hatte bereits im Juni beschlossen, dem Wasserwerk Konzessionsabgaben von 532.000 Euro zuzuführen. Damit können in diesem Werk aufgelaufene Verluste in Höhe von 483.000 Euro ausgeglichen werden. Im E-Werk waren 424.000 Euro Minus aufgelaufen, die vorgetragen worden waren. Hier waren dank einer Rücklage von 1,5 Millionen Euro finanzielle Mittel vorhanden, um die Verluste ausgleichen zu können. In der Gartenstraße ist ein Kabel der Straßenbeleuchtung defekt. Auf einer Länge von 175 Metern muss es ersetzt werden. Gemeinsam mit den Werken wird die Ortsgemeinde diese Aufgabe angehen. Zugleich wird auf einer Länge von 100 Metern ein neues Niederspannungskabel verlegt. Die Gemeinde kalkuliert mit Kosten von 17.400 Euro.

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